Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Hessen - Maßnahmengebiet Gießener Raum

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Maßnahmengebiet Gießener Raum


22.06.2020: Rundbrief zu Nacherntemanagement und Zwischenfrüchten

Themen des Rundbriefs:

  • Jahresverlauf der N-Mineralisation im Boden
  • Gründe für hohe Reststickstoffgehalte
    • Intensive Bodenbearbeitung
    • Stickstoffreiche Erntereste
    • Stickstoffdüngung im Herbst
    • Späte Düngergaben und Trockenphasen während des Wachstums der Hauptfrucht
  • Nacherntemanagement
    • Schnelle effiziente Begrünung nach der Ernte
    • Ausfallraps/Körnerleguminosen vor der Winterweizenbestellung
    • Möglichst wenig und flache Bodenbearbeitung
    • Fruchtfolge überdenken
    • Herbstdüngung nur bei Bedarf und guter N-Verwertung

Rundbrief Nacherntemanagement und Zwischenfrüchte 2020 (pdf 570 KB)


15.04.-27.05.2020: Chlorophyllmessreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2020

Veröffentlichung: 24.04.2020
1. Aktualisierung: 30.04.2020
2. Aktualisierung: 11.05.2020
3. Aktualisierung: 18.05.2020
4. Aktualisierung: 27.05.2020

Im Maßnahmenraum wird auf ausgewählten Flächen in regelmäßigen Abstän-
den - vom Schossen bis zum Ährenschieben - der aktuelle Stickstoff-Versor-
gungszustand der Blätter mit einem Chlorophyllmessgerät gemessen:


Chlorophyllmessreihen 2020
>>> Grafik anklicken zum Vergrößern
>>> Download Erläuterung Grafikaufbau (pdf 285 KB)

Abschließende Bewertung der Messwerte (Stand: 27.05.2020):

Die Nährstoffversorgung von vier Weizenbeständen wurde vom Schossen bis zum Ährenschieben wöchentlich mit Chlorophyllmessungen begleitet. Gemessen wurde stets am späten Vormittag/ frühen Mittag (Ausnahme 19.5 Messung am Abend).

Mit Beginn des Schossens (Mitte April) weisen alle Bestände einen unterschiedlich stark ausgeprägten Nährstoffbedarf durch die lang anhaltende Trockenheit auf.

  • Allgemein sind Wintergetreidebestände mit hohem Nmin (bzw. hohem Rest-N), höherem Nachlieferungspotenzial (Vorfrucht/ Organik Vorjahr/e), Gülle/Gärrest im Frühjahr, frühe stabilisierte Düngung
    (1. + 2. Gabe) oder CULTAN-Verfahren in diesem Frühjahr begünstigt.
  • Durch die lang anhaltende Trockenheit haben viele Bestände mehr oder weniger reduziert. Bodenunterschiede sind in den Beständen gut sichtbar.

Mit dem Niederschlag vom 18.4. wurden die bis dahin gefallenen Düngergaben gelöst und die Nährstoffe pflanzenverfügbar. Die weiterhin anhaltende Trockenheit und der starke Wind haben die oberen Bodenzentimeter jedoch schnell wieder ausgetrocknet, sodass die frisch eingewaschenen Nährstoffe den Pflanzen weiterhin nicht vollständig zur Verfügung standen.

Durch die warme Witterung entwickeln sich die Bestände schnell und teils notdürftig weiter.

Erst das niederschlagsreiche Wochenende um den 1. Mai hat zu einer vollständigen Wiederbefeuchtung des Bodens geführt und der Stickstoffbedarf der Pflanzen konnte stabilisiert und gesättigt werden.

Seit der zweiten Maiwoche weisen die Bestände kaum einen oder keinen Nährstoffbedarf auf. Die hohe Sonneneinstrahlung resultiert im Tagesverlauf in Stress in den Beständen (besonders dünne Bestände auf leichten Böden rollen die Blätter deutlich ein). Die Messung am Abend des 19.5. bestätigt dies (leicht gestiegener Nährstoffbedarf).

  • Messreihe (1), dichter Bestand mit hoher Triebzahl. Nährstoff-Versorgung wird vor allem durch verbliebenen, unter 90 cm verlagerten, Rest-Nmin-Gehalt sowie geringe Andüngung aufrechterhalten. Mit der letzten Gabe kommt es zu Verätzungen durch AHL. Zur letzten Messung steht der Bestand bereits in der Blüte.
  • Messreihe (2), zunächst stark aufgehellt. Inhomogener Feldaufgang mit hohem Ungrasbesatz (Konkurrenzdruck). Mit Lösung des Düngers werden Probleme bei der Querverteilung des Düngerstreuers sichtbar. Die Messreihe wurde aufgrund des hohen Ungras-Besatzes/ der starken Inhomogenität der Fläche nicht weiter gemessen.
  • Messreihe (3) steht relativ homogen, aber hat reduziert. Profitiert von der Nachlieferung aus der Vorfrucht (Raps) und scheint auch durch die kombinierte erste und zweite Gabe (stabilisiert) ein wenig besser mit Nährstoffen versorgt. Ab Mitte Mai zeigt der Bestand sehr starken Trockenstress.
  • Messreihe (4) steht relativ homogen, aber ebenfalls reduziert. Hat zunächst deutlichen Nährstoffbedarf und kommt nie vollständig in den Null-Bedarf. Zur letzten Messung steht der Bestand bereits in der Blüte.

Die Stickstoffversorgung der Bestände schwankt im Verlauf der Vegetation in Abhängigkeit der letzten Düngung, der N-Nachlieferung aus Boden und Wirt-
schaftsdüngern sowie der aktuellen Witterung und der Geschwindigkeit des Pflanzenwachstums.
Zur Einordnung des Stickstoffbedarfs der Flächen ist in den Grafiken die bisherige Bewirtschaftung und Düngung (mineralisch und/oder organisch) eingetragen.
Zusätzlich enthalten die Grafiken die täglichen Niederschläge der nächstgele-
genen Messstation des DWD (www.dwd.de) oder LLH (www.llh.hessen.de) um die N-Nachlieferung aus dem Boden und den Düngern in Verbindung mit den aktuellen Niederschlägen darstellen zu können.
Wir hoffen, Ihnen mit den Zeitreihen wertvolle Hinweise über den aktuellen Versorgungszustand der Wintergetreidebestände und damit zur N-Düngung Ihrer Bestände geben zu können.


04.05.2020: Rundbrief zur Spätgabe im Wintergetreide 2020

Themen des Rundbriefs:

  • Aktuelle Bestandesentwicklung der Wintergetreide
  • Empfehlungen zur Abschlussdüngung im Wintergetreide
  • Unterschiedliche Entwicklung der Winterweizenbestände
  • Hinweis zu neuen Online-Beratungsformaten
  • Angebot und Organisation Chlorophyllmessungen zum Ährenschieben im Winterweizen
  • Probenbegleitscheine für Chlorophyllmessungen

Rundbrief Spätgabe Wintergetreide 2020 (pdf 410 KB)


01.04.2020: Rundbrief zur Schossergabe im Wintergetreide und zur Maisbestellung im Frühjahr 2020

Themen des Rundbriefs:

  • Aktuelle Situation zu Witterung und Bestandesentwicklung
  • Schossergabe im Wintergetreide
  • Gülle-/Gärsubstrat-Kopfdüngung im Wintergetreide abschließen
  • Maisbestellung und Düngung
  • Erosionsschutz im Maisanbau
  • Untersaaten im Mais

Rundbrief Schossergabe und Maisbestellung 2020 (pdf 660 KB)


19.03.2020: +++ Aktuelles von uns im Rahmen der Corona-Krise +++

+++ Wir sind weiterhin für Sie da und beraten Sie gerne telefonisch oder führen vegetationsbegleitende Messungen durch! +++

+++ Falls Sie bei den Messungen vor Ort sein wollen, können wir dies individuell vereinbaren. +++

+++ Sie erreichen uns wie gewohnt über die Kontaktdaten Ihrer Ansprechpartner (siehe Spalte rechts oder siehe Kontakt) sowie über die Zentrale. +++


13.03.2020: Rundbrief zur Andüngung und Durchwurzelung

Wir haben in den vergangenen Wochen Aufgrabungen vorgenommen, um die Durchwurzelungstiefe an Bodenprofilen zu beurteilen.

Ergebnisse und Fotos dazu finden Sie im Rundbrief (pdf 485 KB).

Weitere Themen des Rundbriefs:

  • Wie stark andüngen?
  • Düngung zu Körnerraps und Wintergetreide
  • Organische Düngung im Frühjahr



13.02.2020: Rundbrief Frühjahr 2020

Themen des Rundbriefs:

  • Aktuelle Situation
  • Was ist im Frühjahr wichtig für den Grundwasserschutz?
  • Einsatz organischer Dünger effizient und grundwasserschonend
  • Frühe Gülle-/Gärrestausbringung und die aktuellen Regelungen der Düngeverordnung (DüV)
  • Grundwasserschonender Körnerleguminosenanbau
  • Zwischenfruchtmanagement vor der Sommerfurchtbestellung
  • Gefährdete Gebiete nach § 13 Düngeverordnung (DüV)

Rundbrief Frühjahr 2020 (pdf 615 KB)


20.12.2019: Rundbrief Reststickstoffgehalte Herbst/Winter 2019
Im letzten Rundbrief des Jahres werden die Reststickstoffgehalte im Maßnahmenraum vorgestellt und aus Grundwasserschutzsicht bewertet.
Rundbrief Reststickstoffgehalte Herbst/Winter 2019 (pdf 500 KB)






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Lena Bolle
Tel.: +49-(0)6002-99250-27


Anika Fluck
Tel.: +49-(0)6002-99250-21









Unter Maßnahmengebiet Gießener Raum finden Sie allgemeine Informationen zum Maßnahmenraum.