Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Hessen - Wissen + Praxistipps -

Wissen + Praxistipps

Auf dieser Seite haben wir Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Landwirtschaft und Gewässerschutz und außerdem jede Menge Praxistipps für Sie zusammengestellt.



13.07.2021: Fördern Zwischenfrüchte den Drahtwurmbesatz?

Auf betroffenen Flächen finden sich häufig mehrere Generationen von Drahtwürmern nebeneinander, wodurch es jedes Jahr zu Fraßschäden an Kulturpflanzen kommen kann.
Folgende Hintergründe zum Thema Drahtwurmbesatz finden Sie im Rundbrief:

  • Was ist ein Drahtwurm?
  • Wie verläuft der Lebenszyklus des Schnellkäfers?
  • Wodurch werden Drahtwürmer gefördert?
  • Welche Kulturpflanzen sind betroffen?
  • Wie kann der Drahtwurmbesatz reguliert werden?

Durch die richtigen Zwischenfrüchte lassen sich Drahtwürmer sogar reduzieren!

Rundbrief Drahtwürmer (pdf 475 KB)




02.07.2021: Zwischenfruchtgemenge - auf die richtige Mischung
kommt es an!


Zwischenfruchtmischungen gibt es wie Sand am Meer, doch sind nicht alle empfehlenswert. Die Zusammenstellung einer eigenen Mischung kann Vorteile sowohl hinsichtlich der Zwischenfruchtwirkung als auch ihres Gelbeutels haben. Es lohnt sich folglich über eine Eigenmischung Gedanken zu machen. Im folgenden Merkblatt finden Sie verschiedene Mischungsbeispiele von Winterzwischenfrüchten mit entsprechenden Saatmengenverhältnissen, Saatgutkosten und ihrer Fruchtfolgeeignung:

Merkblatt Zwischenfruchtgemenge (pdf 303 KB)

Zwischenfruchtgemenge

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Zwischenfruchtgemenge





25.06.2021: Ausblick Weizenqualität

Die Landwirtschaft erwartet in diesem Jahr hohe Erträge und gute Weizenqualitäten. Aber gerade die Qualitätsbildung von Winterweizen ist kaum steuerbar, da sie von vielen Faktoren abhängt. Was jetzt noch den Rohproteingehalt negativ beeinflussen kann, lesen Sie hier:

Ausblick Weizenqualität 2021 (pdf 490 KB)

Schema: Einflussfaktoren auf die Getreidequalität

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Schema: Einflussfaktoren auf die Winterweizenqualität





10.06.2021: Winterweizen – späte Qualitätsdüngung sinnvoll?

Die Wasserversorgung der Pflanzen ist durch die Mai-Niederschläge aktuell gut. Die Weizenbestände präsentieren sich überwiegend gut. Einige Land-wirt*innen fragen sich, ob eine Ährendüngung (Blattdüngung) zur Absicherung der Proteingehalte jetzt sinnvoll ist.

Die klare Antwort: Nein!

Zur Rohproteinbildung sind neben der Wasserverfügbarkeit und ausreichend Stickstoff u. a auch die Witterung nach der Blüte (Sonneneinstrahlung), eine gute Verfügbarkeit weiterer Nährstoffe (Schwefel, Magnesium, Kalium, Man-gan, Bor...) und Assimilate (durch Photosynthese pflanzeneigene Zucker) ent-scheidend.

Foto: Winterweizen mit gestressten Blättern

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Reduzierte Photosyntheseleistung durch gesprenkelte Blätter (Wetterstress) und ver-
 braunte Blattspitzen („scharfe“ Pflanzenschutzanwendungen), Langenselbold, 08.06.2021


  • Aktuell zeigen viele Bestände verstärkt gesprenkelte Blätter. Diese nichtparasitären Blattflecken, verursacht durch die wechselhafte Witterung, und verbraunte Blattspitzen, durch „scharfe“ Pflanzen-schutzanwendungen, beeinträchtigen aktuell die Photosynthese und somit die Produktion von Assimilaten.
  • Die Mineralisation ist aufgrund des kühleren Frühjahrs bis jetzt in ihrer Intensität verringert. Die vorhandene Bodenfeuchte zusam-men mit der zunehmenden Wärme führt noch zu weiterer Stickstoff-mineralisation.
  • Weizen mit knapper oder gar fehlender Schwefeldüngung zeigen nach Pflanzenanalysen einen Mangel bzw. Unterversorgung an Schwefel. Das kühlere Frühjahr hat Schwefel langsamer umgesetzt und auch weniger mineralisiert. Wo Schwefel knapp (unter 20-25 kg S/ha) oder gar nicht gedüngt wurde, sollte die Proteinbiosynthese durch schwefelhaltige Blattdünger (Bittersalz, Magnesiumsulfat) mit den letzten Pflanzenschutzmaßnahme unterstützt werden.
  • Hitze (mehrere Tage mit Temperaturen über 30° C) während der Kornfüllung verkürzt diese Phase, kann die Eiweißzusammen-setzung verschlechtern und die Kornstickstoffgehalte (3-14 %) reduzieren.
  • Strahlung nach der Blüte begünstigt die Umverlagerung von Nähr-stoffen und Assimilaten in die Ähren. Ist das Wetter nach der Blüte trüb, kann eine Ährendüngung die Blätter länger grün halten, die Umverlagerung mindern und den Rohproteingehalt sogar senken. Eine Stickstoffdüngung kann in diesem Fall sogar kontraproduktiv sein!

Foto: Wintergerste im Entwicklungsstadium BBCH 37

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Bei in diesem Jahr häufiger auftretendem deutlich erkennbaren Schwefelmangel ist eine
 Spätgabe mit Stickstoff sinnlos – stattdessen sollte mit schwefelhaltigen Blattdüngern ver-
 sucht werden, zu retten, was zu retten ist. Korbach, 20.05.2021






10.05.2021: Wintergerste schiebt (in Kürze) das Fahnenblatt – jetzt fertig düngen!

Trotz des kalten Aprils ist die Wintergerste langsam und kontinuierlich ge-wachsen. Die Bestände schieben aktuell oder in Kürze auch in Nordhessen und den Höhenlagen das Fahnenblatt (BBCH 37).
Mit den angekündigten Niederschlägen sollte die Düngung JETZT abgeschlossen werden.

Was gilt es zu beachten:

  • Die steigenden Bodentemperaturen (aktuell 16°C in 10 cm Tiefe) führen zu einer Zunahme der N-Mineralisation in den nächsten Tagen.
  • Auf tiefgründigen Lößlehmen ist der Herbst-Nmin-Wert nicht ausgewaschen, sondern weiterer pflanzenverfügbarer Stickstoff befindet sich in 90-150 cm Tiefe. Die Wurzeln haben diesen Bereich erschlossen und haben Zugriff auf diesen Stickstoff.
  • Je nach Niederschlag und Düngetermin noch keine volle Wirkung der Schossergabe.

Die Abschlussgabe muss sich an der bisherigen N-Düngung und der organischen Düngung im Betrieb orientieren. Selbst für Ertragsniveaus von 9 und mehr t/ha sind folgende Gesamt-N-Düngehöhen ausreichend:

  • ohne organische Düngung: max. 140 kg N/ha
  • mit regelmäßiger organischer Düngung: verstärkte N-Mineralisation berücksichtigen, max. 110-120 kg N/ha

Foto: Wintergerste im Entwicklungsstadium BBCH 37

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Wintergerste schiebt das Fahnenblatt (BBCH 37)





23.04.2021: Wissen & Praxis-Clip Nr. 7: Aussaat von Sommerkulturen - wassersparende Saatbettbereitung nach gewalzten Zwischenfrüchten


Wissen & Praxis-Clip Nr. 7: Aussaat von Sommerkulturen - wassersparende Saatbettbereitung nach gewalzten Zwischenfrüchten von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

In unserem neuen Video sehen Sie die Saatbettbereitung Ende März zur Aussaat von Sommergerste nach im Januar gewalzten Zwischenfrüchten.

Zusammengefasst sind folgende Punkte wichtig:

  • Das Walzen der Zwischenfrüchte bei Frost (mind. -5°C) beschleunigt den Rotteprozesse und erleichtert die Saatbettbereitung im Frühjahr.
  • Flächen abtrocknen lassen, damit die Zwischenfruchtreste besser zerbröseln! Warten Sie besser 1-2 Tage länger ab!
  • Der Einsatz herkömmlicher Technik (Saatbettkombination) ist möglich.
  • Gewalzte Bestände mit Fremddurchwachs sollten Sie nur flach und ganzflächig schneiden. Verwenden Sie dabei passendes Arbeitswerkzeug (z.B. breite Gänsefußschare)!

Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema!






26.03.2021: Stickstoffverlagerung - Wo ist der Nmin hin?

Nitrat ist im Boden mobil. Es ist wasserlöslich und wird mit dem Bodenwasser transportiert. Wenn von Nmin gesprochen wird, ist damit der mineralisierte Stickstoff gemeint.

Um die Verlagerung von Stickstoff zu untersuchen, wurde ein tiefgründiger Lößlehm-Standort im Main-Kinzig-Kreis bis 2,1 m beprobt.

Die Ergebnisse können Sie in folgendem Rundbrief nachlesen:
Rundbrief Stickstoff-Verlagerung (pdf 320 KB)

Bohrstöcke aus der Nmin-Beprobung bis in 2,10 m Tiefe

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Bohrstöcke aus der Nmin-Beprobung bis in 2,1 m Tiefe





11.03.2021: Neue Veröffentlichung:
Pecoroni, D. & M. Peter (2021): Anlage von Erosionsschutzstreifen


Bodenschutz in Hessen, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Download: Broschüre Anlage von Erosionsschutzstreifen

Download (pdf 4 mb)





02.03.2021: Hauptsache gedüngt?

Das Wetter ist frühlingshaft und warm, die Ackerfrüchte zeigen dort, wo Kahlfröste herrschten, wieder leichte Grüntöne und die, die unter einer tiefen Schneedecke lagen, prahlen mit einem satten Grün.

Die Nächte sind noch kalt, die Wettervorhersage meldet für die kommenden Tage zudem wieder deutliche Minusgrade in der Nacht.

Es brennt also noch nichts an – solche Gleise (siehe Foto) schädigen den Boden nachhaltig...!

Bitte warten Sie mit der Düngung, bis die Flächen tatsächlich befahrbar sind!

Foto: Tiefe Fahrspuren bei der Frühjahrsdüngung

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Tiefe Fahrspuren bei der Frühjahrsdüngung





23.02.2021: Kalender zur Ausbringung organischer Dünger

Auf der Grundlage der Düngeverordnung haben wir für Sie Kalender zur Ausbringung organischer Dünger zusammengestellt.
In diesen Kalendern finden Sie für die verschiedenen Anbaufrüchte:

  • Zeiträume, in denen eine Ausbringung nach Düngeverordnung erlaubt ist,
  • aber auch Zeiträume, in denen eine Ausbringung im Sinne eines effizienten Düngereinsatzes sinnvoll ist
  • sowie vernünftige Ausbringungsmengen.




Für Flächen innerhalb der mit Nitrat belasteten Gebiete nach § 13a DüV ("rote Gebiete") gelten folgende Kalender zur Ausbringung organischer Dünger:








22.02.2021: Wissen & Praxis-Clip Nr. 6: Einarbeitung von Zwischenfrüchten - Walzen


Wissen & Praxis-Clip Nr. 6: Einarbeitung von Zwischenfrüchten - Walzen von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Die intensive Durchwurzelung der Zwischenfrucht hinterlässt eine feinkrümelige Bodenstruktur.

Um diese zu erhalten, ist keine Bodenbearbeitung vorteilhaft.

Walzen bei Frost ist kostengünstiges Mulchen mit hoher Schlagkraft und:

  • unterstützt das sichere Abfrieren von Zwischenfrüchten,
  • ermöglicht eine flache, wassersparende Saatbettbereitung für die Nachfrucht.

Bitte beachten Sie:

  • nur gut etablierte Zwischenfruchtbestände lassen sich kostengünstig einarbeiten,
  • unter -5°C sind die Leitungsbahnen gefroren und die Pflanzen zerbrechen,
  • alle typischen Ackerwalzen sind einsetzbar,
  • Fahrgeschwindigkeiten: 8-12 km/h,
  • auf Greening-Flächen auch vor dem 15.02. zulässig.

Sprechen Sie uns gezielt auf eine Beratung zu diesem Thema an!







08.02.2021: Schwefel sichert Erträge, Qualität und erhöht die Stickstoffeffizienz!

Im Merkblatt werden die Hintergründe bei der Versorgung der Pflanzen mit Schwefel erläutert sowie eine Auswahl an Schwefeldüngern vorgestellt.
Anhand von Düngungsbeispielen werden Art und Höhe der Schwefeldüngung bei verschiedenen Kulturen erklärt:

Merkblatt Schwefeldüngung (pdf 210 KB)







08.01.2021: Frost nutzen und Zwischenfrüchte walzen!

Für die kommenden Tage kündigen sich frostige Temperaturen an. Nutzen Sie die Chance und walzen Sie Ihre Zwischenfruchtbestände!

Erst bei Temperaturen von mindestens -5°C gefriert das Wasser sicher in den Leitungsbahnen der Pflanzen, so dass die Pflanzen beim Walzen zerbrechen.

Bei leichtem Frost dagegen werden die Pflanzen nur zu Boden gedrückt und nicht großartig verletzt. Zudem besteht Gefahr von Bodenschäden.

Folgendes Foto von Anfang Dezember 2020 verdeutlicht diesen Sachverhalt:

Walzen von Zwischenfrüchten

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Der linke Teil der Fläche wurde bei -6°C mit einer Cambridge-Walze bearbeitet,
 der rechte Teil einen Tag später bei -2°C (© Matthias Müller).



Der Arbeits- und Kostenaufwand ist gering und die Inhaltsstoffe der Zwischenfrüchte stehen der Hauptfrucht schnell zur Verfügung.

Walzen von Zwischenfrüchten

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Zwischenfrucht walzen bei mind. -6° C: die kurzgeschnittene/“zerbrochene“
 Mulchauflage verrottet bis Vegetationsbeginn weitestgehend






23.12.2020: Wissen & Praxis-Clip Nr. 5: Erosionshotspots erkennen - Hangform und Hangneigung bestimmen


Wissen & Praxis-Clip Nr. 5: Erosionshotspots erkennen - Hangform und Hangneigung bestimmen von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Erosionsschutz ist ein wichtiges Thema im Ackerbau, denn jedes Erosionsereignis stellt einen irreversiblen Verlust an Boden dar.

  • Doch wo befinden sich die Erosionshotspots?
  • Wo ist die Erosionsintensität am größten?

Wir erklären im Video, wie sich Hangform und Hangneigung bestimmen lassen.
Die genannte kostenlose Bastelanleitung für einen Neigungsmesser finden Sie auf der Website der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft unter: www.lfl.bayern.de (abgerufen am 22.12.2020).

Sprechen Sie uns gezielt auf eine Erosionsschutzberatung an!







17.12.2020: Merkblätter zur Düngeverordnung (DüV) 2020 und Gewässerabstandsregelungen

Mit Inkrafttreten der novellierten DüV am 28.4.2020 wurden neue Regelun-gen für die Düngung festgesetzt.

Im aktuellen Entwurf der Hessischen Ausführungsverordnung (AVDüV) werden nun auch die § 13a-Gebiete neu ausgewiesen und die Ausweisungsgrundlage ist bundesweit vereinheitlicht worden.

Mit der novellierten AVDüV werden „mit nitratbelastete Gebiete“ und „eutro-phierte Gebiete“ (Phosphorbelastete Gebiete) festgelegt. Die Einschränkun-gen für „mit nitratbelastete Gebiete“ betreffen 12 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Hessen und die der „eutrophierten Gebiete“ 34 %.

Für beide Gebiete gelten neben den allgemeingültigen Regelungen ver-schärfte Vorgaben. Wir haben Ihnen die Neuerungen der DüV und die aktuellen Gewässerabstandregelungen nach DüV und den Wassergesetzen
in Beratungsmerkblättern zusammengefasst:

Wichtigste Neuerungen der Düngeverordnung (pdf 170 KB)
Regelungen in § 13a-Gebieten (pdf 310 KB, aktualisiert am 18.01.2021)
Gewässerabstandsauflagen (pdf 320 KB)






09.12.2020: Cultan-Düngung - Ertragssicherheit bei Trockenheit?

Kern des „Controlled Uptake Long Term Ammonium Nutrition”-Verfahrens ist das Injizieren eines Ammonium-Depots in den Wurzelraum der Pflanze mittels „Igel-Rad“.
Die Pflanze hat durch die räumliche Nähe des Depots zu ihren Wurzeln einen direkten Zugriff auf den Stickstoff.
Es kann sich bei den Frühjahrstrockenphasen somit ein erheblicher Vorteil gegenüber den auf die Oberfläche applizierten Düngerkörner ergeben, welche zunächst „eingewaschen“ werden müssen.

Details und Hintergründe zur Cultan-Düngung können Sie in folgendem Rundbrief nachlesen:
Rundbrief Cultan-Düngung (pdf 645 KB)

Weizenbestand Mitte April 2020 mit Fenster ohne Cultan-Düngung durch ausgesetztes Igel-Rad

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Weizenbestand Mitte April 2020 mit Fenster ohne Cultan-Düngung durch
  ausgesetztes Igel-Rad






27.10.2020: Wissen & Praxis-Clip Nr. 4: Nacherntemanagement mit Sommerzwischenfrüchten


Wissen & Praxis-Clip Nr. 4: Nacherntemanagement mit Sommerzwischenfrüchten von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Zwischenfrüchte vor Sommerfrüchten sind den meisten bekannt, doch auch vor Winterfrüchten können sie die Nährstoffe der Vorfrucht konservieren und stellen eine Fruchtfolgeerweiterung dar.
Weitere Vorteile des Zwischenfruchtanbau sind der Grundwasserschutz und die Förderung von Bodenstruktur und Bodenleben.

Sommerzwischenfrüchte eignen sich vor allem:

  • bei 6 Wochen Zeit zwischen Ernte der Hauptfrucht und Bestellung der folgenden Winterfrucht,
  • vor Winterweizen in einer Getreide-Fruchtfolge,
  • nach Körnerleguminosen vor Wintergetreide.

Die Zwischenfrucht bindet den Stickstoff aus dem Boden bis zur Weizenaussaat in der Pflanzenmasse. Damit wird der Stickstoff vor Auswaschung über Winter geschützt sowie für den Weizen im Frühjahr konserviert.

Wie beraten Sie gerne zu diesem Thema!







02.10.2020: Wissen & Praxis-Clip Nr. 3: Erosion vorbeugen


Drohnenaufnahmen: © Valentin Hess

Wissen & Praxis-Clip Nr. 3: Erosion vorbeugen von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

In unserem neuen Video finden Sie aktuelle Aufnahmen eines Erosions-ereignisses, Wissenswertes zum Thema Erosion und Einblicke in die Bewirtschaftung vom Praktiker!

Zusammengefasst bedeutet Bodenerosion:

  • Verlust von Boden
  • Verlust an Bodenfruchtbarkeit

Wir müssen uns der Erosionsgefahr bewusst werden!
Einflussfaktoren der Bodenerosion:

  • Klima
  • Hanglänge
  • Hangneigung
  • Bewirtschaftung

Zu wirksamen Erosionsmaßnahmen auf Ihren Flächen
beraten wir Sie gerne!







01.10.2020: Aussaat Winterweizen nach Sommerzwischenfrüchten –
Es ist noch keine Eile geboten!


Die Herbstbestellung ist angelaufen. Die Wintergerste ist vielerorts bereits im Boden. Die Aussaat von Winterweizen steht bevor bzw. hat in einigen Regionen Hessens bereits begonnen.

In der Aussaatabfolge sollten verschiedene Faktoren – u.a. Befahrbarkeit der Fläche, Vorfrucht, Sortenwahl, Gräserproblematik – berücksichtigt werden. Eine frühe Aussaat birgt neben einigen Vorteilen auch Nachteile bezüglich des Krankheits- und Schädlingsdrucks.

Vor allem beim Stoppelweizen ist aktuell noch keine Eile geboten!

Foto: Sommerzwischenfrucht Phacelia vor Stoppelweizen

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Sommerbegrünung Phacelia vor Stoppelweizen (Aufnahme: 30.09.2020):
 Bitte noch stehen lassen!
 In zwei Wochen kann dieser Bestand noch 20-30 kg N/ha aufnehmen und
 vor einer Auswaschung schützen.


Die Aussaat von Weizen nach Weizen (oder nach anderen Getreidearten) sollte erst bei Bodentemperaturen unter 8° C erfolgen. So kann z.B. gegen Fußkrankheiten vorgebeugt werden.

Sommerbegrünungen, die vor dem Stoppelweizen zur Stickstoffkonservie-rung, zur Auflockerung getreidebetonter Fruchtfolgen und aus phytosanitären Aspekten angesät worden sind, sollten noch mindestens 14 Tage Wachs-tumszeit bekommen, um ihre Funktionen zu erfüllen.
Seit dem flächendeckenden Regen am letzten Septemberwochenende konn-ten diese zügig weiterwachsen und nehmen aktuell überschüssige Nährstoffe auf. Mit etwas Zeit entfalten die Sommerbegrünungen noch eine gewisse Blattfrucht-Vorfruchtwirkung.

Die Bestellung von Stoppelweizen sollte in der Aussaatabfolge ans Ende rücken und idealerweise erst in den letzten Oktobertagen erfolgen.


Foto: Sommerzwischenfrüchte Buchweizen und Ramtill

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Sommerbegrünung Buchweizen (links) und Ramtill (rechts) (Aufnahme: 30.09.2020):
 Werden diese gut entwickelten Bestände bereits früh eingearbeitet, dann wird in unserem
 eher warmen Herbst/Winter der aufgenommene Stickstoff zu früh wieder freigesetzt.
 Der auf dem Foto weit entwickelte Buchweizen sollte allerdings jetzt gemulcht werden,
 um eine Samenreife zu vermeiden.
 Die Weizenbestellung als Direktsaat im gewalzten Ramtill bzw. im gemulchten
 Buchweizen wäre aus Wasserschutzsicht das Optimum.






01.10.2020: Sensortechnik im Rapsanbau

Durch den Einsatz eines Sensors kann die Stickstoffaufnahme von Rapsbe-
ständen ermittelt werden. Da die Stickstoffaufnahme des Rapses vor dem Winter die Höhe der Frühjahrsdüngung bestimmt, wird auf Basis der Ergeb-
nisse des Scans die Düngung optimiert.

Details und Hintergründe zum Scannen von Rapsbeständen können Sie in folgendem Rundbrief nachlesen:
Rundbrief zur Sensortechnik im Rapsanbau (pdf 180 KB)

Scankarte eines ungleichmäßigen Rapsbestandes

Scankarte eines ungleichmäßigen Rapsbestandes





08.09.2020: Zwischenfrucht nach Silomais

Auf Flächen, auf denen der Silomais bereits geerntet ist und im kommenden Frühjahr eine Sommerung folgt, kann noch immer eine Zwischenfrucht be-stellt werden.

Die Herbste/Winter der letzten Jahren haben gezeigt, dass bei entsprechend milder Witterung auch im Oktober und November noch viel Frischmasse ge-bildet wird.

Gut entwickelte Zwischenfrüchte können den größten Teil des frei werden-den Stickstoffs binden und so niedrige Rest-N-Gehalte nach Mais erreicht werden.

Der beste Aufwuchs wird zu diesem späten Aussaatzeitpunkt mit einem Senf erzielt (25 kg/ha Aussaatstärke).

In Rapsfruchtfolgen sollte Phacelia eingesetzt werden (15 kg/ha) –
bei einem kalten Herbst ist ein guter Aufwuchs der Phacelia jedoch nicht gesichert.

Nach der Maisernte darf KEINE Düngung zur Zwischenfrucht erfolgen!

Foto: Zwischenfrucht Senf nach Mais

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Zwischenfrucht Senf nach Mais





26.08.2020: Raps und Zwischenfrüchte - Bodenbearbeitung und Aussaat

Die zweite Augusthälfte ist angebrochen und die Aussaat von Raps und Zwischenfrüchten steht vor der Tür bzw. ist in vollem Gange.
Die Schauer und Gewitter der vergangenen Tage fielen regional (sehr) unterschiedlich aus. Je nach Niederschlagsmenge ist die obere Bodenschicht bis Krumentiefe (30 cm) durchfeuchtet. Gute Bedingungen für Boden-
bearbeitung und Aussaat sind nun gegeben.
Vor allem Zwischenfrüchte sollten nun, wenn nicht bereits geschehen, schnellst möglich in den Boden kommen.

Foto Fläche im Herbst bei der Rapsaussaat

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Fläche im Herbst bei der Rapsaussaat

Die Tiefe der Bodenbearbeitung ist nach folgenden Parametern auszurichten:

  • Strukturschäden
    Sind im Frühjahr (z.B. bei der Gülleausbringung) Fahrspuren entstanden, sollte sich die Bearbeitungstiefe an der Tiefe der Verdichtung orientieren. Strukturschäden müssen unterfahren werden. Wenn der Boden auf Spatentiefe krümelt und locker ist, ist eine tiefe Bodenbearbeitung nicht nötig und kostet nur unnötig Treibstoff. Ein Blick mit dem Spaten in den Boden lohnt sich!
  • Strohverteilung & -einmischung
    Feinsämereien (Raps, Phacelia, Klee,...) benötigen ein feines und störungsfreies Saatbett. Dazu muss das Stroh gut eingearbeitet werden, um ein gutes Stroh-Boden-Verhältnis herzustellen.
  • Durchfeuchtung der Krume
    Die Tiefe der Bodenbearbeitung sollte nicht unter dem durchfeuchteten Krumenbereich liegen. Vor allem bei geringer Niederschlagserwartung muss diese Restfeuchte als Keimwasser genutzt werden.

Bei der Bodenbearbeitung sollte auf eine gute Rückverfestigung geachtet werden. Vor allem dort wo in den vergangenen Tagen weniger Niederschlag (< 30 mm) gefallen ist, sollte nach der Bodenbearbeitung sofort die Aussaat (Rum-und-Rein-Verfahren) erfolgen.

Allgemein sind die Bodenbedingungen nach drei trockenen Sommern gut und nach den Niederschlägen „fallen“ die Böden krümelig. Die Bodenbearbeitung und Aussaat sollten nun erfolgen, um die Bodenfeuchte zur Keimung zu nutzen!

Auch in den trockenen Gebieten mit wenig Niederschlag in den letzten Tagen heißt es: JETZT bearbeiten und aussäen und den nachfolgenden Niederschlag zur Keimung nutzen!







25.08.2020: Feld & Praxis-Trip Nr. 4: Stickstoffmineralisation - Maisanbau (3. Teil)


Feld & Praxis-Trip Nr. 4: Stickstoffmineralisation - Maisanbau (3. Teil) von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Im dritten Video zum Thema Stickstoffmineralisation unter Mais werden die Stickstoffaufnahme der Maispflanzen zum Ende der Blüte sowie die Mineralisation im Boden näher beleuchtet:

  • zwei Düngungsvarianten auf verschiedenen Standorten, einmal mit rein mineralischer und einmal mit mineralischer + organischer Düngung, zeigen eine N-Aufnahme der Pflanzen von 150-190 kg N/ha zum Ende der Blüte
  • das N-Regime im Boden (Nmin zu Vegetationsbeginn + min./org. Düngung + N-Nachlieferung) zeigt eine N-Nachlieferung durch Mineralisation von ca. 80 kg N/ha

Zusammengefasst:

  • Die N-Mineralisation unter Mais liefert je nach Standort und Witterung 60-80 kg N/h auch bei unregelmäßiger organischer Düngung,
  • eine bedarfsgerechte Düngung entspricht daher im Schnitt ca. 20-25 m³ Gülle/Gärrest oder 80-100 kg/ha über mineralische Dünger.






14.08.2020: Die Düngeplanung beginnt nicht erst im Frühjahr,
sondern jetzt!


Im Zuge der Novellierung der Düngeverordnung (DüV) haben sich auch Parameter der Düngebedarfsermittlung geändert.
Diese Änderungen haben unter anderem Auswirkungen auf die Herbstdüngung. So müssen ab diesem Jahr die im Herbst gedüngten, direkt verfügbaren Düngeranteile (NH4 und Nitrat) im Frühjahr in der Düngebedarfsermittlung komplett angerechnet werden.

Haben Sie zum Beispiel:
10 m³ Gärsubstrat mit 5 kg Gesamt-N/m³ und 3 kg NH4-N/m³ zur Rapsaussaat ausgebracht, müssen 30 kg N im Frühjahr bei der Düngebedarfsermittlung mit angesetzt (abgezogen) werden.

Die Berechnung der Düngebedarfsermittlung nach Düngeverordnung nähert sich somit langsam realistischeren Düngebedarfsansätzen und damit auch unserer Düngeempfehlung an, denn wir berücksichtigen schon immer den im Herbst gedüngten Stickstoff.

Für Sie ändert sich also mit unserer Düngeempfehlung nichts.

Dennoch sollten Sie nach wie vor gut planen, wo und wann eine Herbst-düngung notwendig ist, also ein Düngebedarf vorliegt.
Wenn Sie sich unsicher sind und wissen wollen, welchen Nmin ihr Boden aktuell hat und ob ein Düngebedarf vorhanden ist, melden Sie sich gerne bei uns.
Wir können mit einem Nmin-Schnelltest Licht ins Dunkel bringen.





13.08.2020: Neue Veröffentlichung: Peter, M. (2020):
Optimaler Grundwasserschutz bei der Herbstbestellung

RBZ-Nr. 32 vom 08.08.2020, S. 27-29.
Download (940 KB) mit freundlicher Genehmigung der RBZ, Koblenz.

Foto Fläche im Herbst mit einer Maisuntersaat

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Fläche im Herbst mit einer Maisuntersaat





27.07.2020: Wissen & Praxis-Clip Nr. 2: Fruchtfolgen neu gestalten


Wissen & Praxis-Clip Nr. 2: Fruchtfolgen neu gestalten von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Wie Sie den - vor allem in engen Fruchtfolgen - zunehmenden ackerbaulichen Problemen nachhaltig vorbeugen können, zeigen wir Ihnen in unserem neuen Video!

Zusammengefasst:

  • konsequenter Wechsel zwischen Halm- und Blattfrüchten sowie zwischen Winter- und Sommerungen
  • 6 Jahre Anbaupause bei Raps
  • 40 % Sommerungen in der Fruchtfolge
  • Nährstoffkonservierung über Herbst/Winter steigern:
    • auf stickstoffreiche Kulturen nachfolgend stickstoffzehrende Früchte anbauen
    • vor Sommerungen immer eine Zwischenfrucht anbauen
    • Zwischenbegrünungen etablieren, wenn 6-8 Wochen zwischen Ernte und Aussaat liegen






06.07.2020: Feld & Praxis-Trip Nr. 3: Stickstoffmineralisation - Maisanbau (2. Teil)

Quelle der Grafik im Videoabschnitt 00:36-00:49 Min.: Norsk Hydro Agrar GmbH (o. J.)

Feld & Praxis-Trip Nr. 3: Stickstoffmineralisation - Maisanbau (2. Teil) von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Im zweiten Video zum Thema Stickstoffmineralisation unter Mais werden die Stickstoffaufnahme der Maispflanzen während des Wachstums sowie die Mineralisation im Boden näher beleuchtet:

  • Das aufgegrabene Bodenprofil zeigt eine Durchwurzelung bis in mind. 90 cm Tiefe und nährstoffreiche Ausscheidungen von Regenwürmern, die bestens verfügbare Nährstoffe liefern.
  • Durch die Messungen einer Nmin-Probenreihe von Ende März bis Ende Juni werden über 80 kg N/ha an Bodennachlieferung für den Standort (Parabraunerde in der nordöstlichen Wetterau, Fläche mit langjähriger organischer Düngung) ermittelt.

Zusammengefasst:

  • Die N-Mineralisation unter Mais liefert je nach Standort und Witterung mind. 60 kg N/ha,
  • deshalb zu Mais bei regelmäßiger organischer Düngung nur max. 100-120 kg Gesamt-N/ha organisch düngen,
  • um hohe Rest-N-Werte zu vermeiden und das Grundwasser zu schonen!






03.07.2020: Bitte beachten - Zwischenfruchtanbau in "roten Gebieten" nach neuer Düngeverordnung (DüV 2020):

Alle Ackerflächen, auf denen im Frühjahr 2021 eine Sommerung angebaut wird, die gedüngt werden soll, müssen bereits im Herbst 2020 mit einer Zwischenfrucht bestellt werden!

Ausführliche Informationen finden Sie auch beim Landesbetrieb Landwirt-schaft Hessen (LLH).

Alle weiteren mit der neuen Düngeverordnung am 1. Mai 2020 verabschiede-ten, verpflichtenden Regelungen in den "roten Gebieten" (§ 13 DüV) treten erst ab 1. Januar 2021 in Kraft.

Foto: Zwischenfruchtgemenge

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Zwischenfruchtgemenge





19.06.2020: Übersicht Zwischenfrüchte 2020

In der Übersicht sind verschiedene Zwischenfrüchte hinsichtlich Saatmenge, Saatzeit, Höhe der möglichen Stickstoffbindung sowie ihrer Eignung für Erosionsschutz, Senkung Rest-N, Unkrautunterdrückung und Mulchsaat gegenüber gestellt.

Die Wahl der Zwischenfrüchte hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bindung des Reststickstoffgehaltes und damit auf die Verringerung der Auswaschung von Stickstoff in das Grundwasser.

Zwischenfrüchte werden nach ihrer Fähigkeit zur Kältetoleranz eingeordnet. Es wird grundsätzlich zwischen abfrierenden und winterharten Zwischen-früchten unterschieden.

Je mehr Wert auf die Aussaat gelegt wird, umso besser kann sich der Bestand entwickeln. Außerdem frieren kräftig entwickelte Pflanzen über Winter sicherer ab als schwach entwickelte Bestände.

Tabelle Übersicht Zwischenfrüchte

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Übersicht Zwischenfrüchte





16.06.2020: Neue Veröffentlichung: Peter, M. (2020): Nachernte-management und Zwischenfrüchte, RBZ-Nr. 24 vom 13.06.2020, S. 14-17.

  • Teil 1: Woher kommt der Reststickstoff am Ende der Vegetation?
  • Teil 2: Die Kunst, den Reststickstoff niedrig zu halten

Download (12 MB) mit freundlicher Genehmigung der RBZ, Koblenz.

Foto Gülleausbringung mit einem Schlitzgerät

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Einarbeitung einer Phacelia/Ramtill-Zwischenfrucht vor der Winterweizenbestellung





25.05.2020: Feld & Praxis-Trip Nr. 2: Stickstoffmineralisation - Maisanbau


Feld & Praxis-Trip Nr. 2: Stickstoffmineralisation - Maisanbau von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Warum kommt Mais mit weniger gedüngtem Stickstoff aus als landläufig behauptet?

Im Video wird dieser Frage auf den Grund gegangen und folgende Punkte näher beleuchtet:

  • Informationen zur Stickstoffmineralisation im Jahresverlauf
  • Höhe der Stickstoffmineralisation
  • Einflussfaktoren auf die Stickstoffmineralisation: Feuchte, Wärme, Sauerstoff
  • Stickstoffaufnahmevermögen von Mais
  • organische Düngung im Mais und optimale Ausbringungszeitpunkte

Zusammengefasst:

  • Bei der Düngeplanung zu Mais müssen aus der Nachlieferung
    40-60 kg N/ha je nach Standort berücksichtigt werden.
  • Keine organische Düngung in den stehenden Bestand, da diese eine niedrige N-Effizienz und hohe Rest-N-Gehalte zur Folge hat.






07.05.2020: Neue Veröffentlichung: Peter, M. (2020):
Auch beim Maisanbau das Grundwasser schonen

RBZ-Nr. 15 vom 11.04.2020, S. 21-23.
Download (1,2 MB) mit freundlicher Genehmigung der RBZ, Koblenz.

Foto Gülleausbringung mit einem Schlitzgerät

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Mais nutzt den Bodenstickstoff und den Stickstoff aus organischen Düngern optimal aus,  wenn man einige grundlegende Regeln bei der Düngung beherzigt und die Düngung da-
 nach ausrichtet






06.05.2020: Feld & Praxis-Trip Nr. 1: Winterweizen - Stickstoffversorgung in der Schossphase


Feld & Praxis-Trip Nr. 1: Winterweizen - Stickstoffversorgung in der Schossphase von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Warum entwickeln sich die Winterweizenbestände so unterschiedlich?

Zur Beantwortung dieser Frage werden die regionalen Niederschläge, Zustand des Oberbodens, Gehalt an mineralischem Stickstoff im Boden (Nmin), Entwicklungsstadien und Durchwurzelungstiefe beleuchtet.

Eine gute Pflanzenentwicklung ist zurückzuführen auf:

  • hohe Nmin-Werte > 50 kg N/ha (Stickstoff pro Hektar)
  • Mineralisation aus stickstoffreichen Vorfürchten oder langjähriger organischer Düngung
  • frühe Kopfdüngung mit Gülle/Gärresten
  • nach Striegeln oder Walzen

Bei schlechten Beständen:

  • Ertragserwartung anpassen
  • N-Abschlussgabe überdenken und ggf. reduzieren oder weglassen






04.05.2020: Unser neues Video-Beratungsformat geht online!

Wir möchten Ihnen in Zeiten der Coronakrise, in der gemeinsame Feldrund-fahrten und Veranstaltungen nicht möglich sind, dennoch wichtige Beratungs-inhalte aus Feld und Praxis zugänglich machen:

  • Wissen & Praxis-Clips – kurze Informationsfilme, die „Best-Practice“-Beispiele aufgreifen und deren Umsetzung sowie die Ergebnisse zeigen.
  • Feld & Praxis-Trips – Video-Feldbegehungen, im Moment als Ersatz, später als Ergänzung von echten Feldrundfahrten.

Wissen & Praxis-Clip Nr. 1: Direktsaat von Mais


Wissen & Praxis-Clip Nr. 1: Direktsaat von Mais von Ing.büro Schnittstelle Boden auf Vimeo.

Ziele und Vorteile der Direktsaat:

  • Erhalt einer erosionsschützenden Mulchschicht unter dem Mais
  • Einsparen von Bodenwasser durch weniger Bodenbearbeitung
  • Schutz vor unproduktiver Verdunstung durch Bodenauflage
  • dadurch bessere Maiserträge mit höherem N-Entzug

Es werden drei Felddemonstrationen gezeigt:

  • Direktsaat in frisch geerntetes Weidelgras
  • Direktsaat in abgestorbenen Zwischenfruchtbestand
  • Direktsaat in teilweise abgestorbenen Zwischenfruchtbestand

Zudem werden das Vorgehen auf stark erosionsgefährdeten Flächen sowie die Ablage der Maiskörner gezeigt.







01.04.2020: Erosionsschutzstreifen

Themen des Rundbriefs:

  • Zielsetzung
  • Anlage und Hangposition
  • Wintergerstestreifen
  • Größe, Varianten und Aussaatstärken
  • Bodenbearbeitung
  • Pflanzenschutz

Rundbrief Erosionsschutzstreifen (pdf 590 KB)

Foto: Erosionsschutzstreifen

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Erosionsschutzstreifen





31.03.2020: Beratungsrundbrief Ökologischer Landbau März 2020

Dies ist der vierte Rundbrief der Reihe an Beratungsinformationen, die spezielle Fragen des Ökologischen Landbaus im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz behandeln, sofern diese von den Gegebenheiten der konventionellen Landwirtschaft abweichen.

Der Rundbrief thematisiert die aktuelle Situation zu Witterung und Bestandesentwicklung und gibt Hinweise zur Unkrautregulierung bei Wintergetreide und zur Vorbereitung der Flächen für Sommerfrüchte.

Beratungsrundbrief Ökologischer Landbau März 2020 (pdf 265 KB)

Ältere Beratungsrundbriefe Ökologischer Landbau zum Download:







31.03.2020: Untersaaten im Maisanbau

Der Maisanbau nimmt in vielen Regionen große Flächenanteile ein. Mit einer Untersaat können die Rest-N-Gehalte nach der Maisernte deutlich reduziert und damit der Stickstoffeintrag in das Grundwasser über Winter gesenkt werden.

Hinweise, welche Untersaaten-Varianten im Mais möglich sind, wie der Herbizideinsatz angepasst werden muss und wie die Untersaat im Frühjahr genutzt werden kann, erhalten Sie in dem folgenden Rundbrief:

Rundbrief zu Untersaaten im Maisanbau (pdf 735 KB)

Maisuntersaaten: Weidelgras/Weißklee

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Maisuntersaaten: Weidelgras/Weißklee





26.03.2020: Neue Veröffentlichung: Peter, M. (2020):
Grundwasserschutz und düngen - wie passt das zusammen?

RBZ-Nr. 9 vom 29.02.2020, S. 20-22.
Download (5,5 MB) mit freundlicher Genehmigung der RBZ, Koblenz.

Foto Gülleausbringung mit einem Schlitzgerät

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Frühe Ausbringung der Gülle mit dem Schleppschuhverteiler in das Wintergetreide
 führt zu einer hohen Stickstoffeffizienz und weniger Grundwasserbelastung






19.03.2020: +++ Aktuelles von uns im Rahmen der Corona-Krise +++

+++ Wir sind weiterhin für Sie da und beraten Sie gerne telefonisch oder führen vegetationsbegleitende Messungen durch! +++

+++ Falls Sie bei den Messungen vor Ort sein wollen, können wir dies individuell vereinbaren. +++

+++ Sie erreichen uns wie gewohnt über die Kontaktdaten Ihrer Ansprech-partner (siehe Kontakt oder bei den einzelnen Maßnahmenräumen) sowie über die Zentrale. +++





12.03.2020: Durchwurzelung im Boden - Frühjahr 2020

Wir haben in den vergangenen Wochen Aufgrabungen vorgenommen, um die Durchwurzelungstiefe an Bodenprofilen zu beurteilen.

Ergebnisse und Fotos dazu finden Sie hier:

Durchwurzelung Frühjahr 2020 (pdf 535 KB)

Foto Durchwurzelung unter einem Rapsbestand bis 120 cm

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Durchwurzelung unter einem Rapsbestand bis 120 cm





10.03.2020: Rundbrief zur Grünlandpflege im Frühjahr 2020

Der Rundbrief enthält Tipps zu:

  • Abschleppen
  • Abeggen/Striegeln
  • Walzen
  • Beseitigung von Bestandslücken
  • Schwefeldüngung
  • Kalkung

Rundbrief zur Grünlandpflege (pdf 710 KB)

Foto Grünlandpflege: abgeschlepptes Grünland, Maulwurfshügel wurden gleichmäßig verteilt

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Grünlandpflege: abgeschlepptes Grünland, Maulwurfshügel wurden gleichmäßig verteilt





17.02.2020: Gülle und Grundwasserschutz - wie passt das zusammen?

Seit dem 1. Februar darf wieder Gülle gefahren werden. Das ist notwendig, denn die Pflanzen benötigen Nährstoffe für ihr Wachstum.
Entgegen der vorherrschenden Meinung, ist Gülle jedoch nicht per se eine Gefahr für das Grundwasser.
Auf die richtige Menge und den Zeitpunkt der Ausbringung kommt es an.

Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel:

Gülle und Grundwasserschutz (pdf 335 KB)

Foto Gülleausbringung mit einem Schlitzgerät

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Gülleausbringung mit einem Schlitzgerät im Frühjahr in Winterweizen





10.02.2020: Anbau-Merkblätter Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen

Durch den Anbau von Leguminosen kann die Fruchtfolge erweitert und die Vorgaben des Greenings (ÖVF) oder bestimmter HALM-Maßnahmen (C.1) erfüllt werden.
Um die Vorteile, die sich durch den Leguminosenanbau ergeben (Stickstoffan-reicherung, Bodengare, Fruchtfolgeaufweitung) ohne Risiko für das Grund-wasser nutzen zu können, ist insbesondere ein richtiges Nacherntemanage-ment wichtig.
Die folgenden Anbau-Merkblätter für Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen geben einen Überblick über die einzelnen Kulturen, von Standortansprüchen und Aussaat bis hin zu Nacherntemanagement und Zwischenfruchtanbau:

Anbau-Merkblatt Ackerbohnen (pdf 375 KB)
Anbau-Merkblatt Erbsen (pdf 375 KB)
Anbau-Merkblatt Lupinen (pdf 340 KB)

Foto Ackerbohnen

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Ackerbohnen





06.09.2019: Informationen zur hessischen Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AVDüV)

Mit dem 30.08.2019 ist die hessische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AVDüV) in Kraft getreten. Wir haben uns bemüht, die Kernpunkte der neuen Verordnung kurz und verständlich zusammenzufassen. Sie finden diese in der Zusammenfassung AVDüV Hessen (pdf 329 KB).


Für die von uns betreuten WRRL-Maßnahmenräume können Sie sich die betroffenen Gebiete (gefährdete Gebiete nach § 13 Absatz 2 der Düngeverordnung) auf der entsprechenden Karte ansehen:





07.08.2019: Zwischenfruchtanbau vor Winterungen

Auch in diesem Sommer sollte - wo immer es möglich ist - eine Sommer-zwischenfrucht vor Wintergetreide angebaut werden, vor allem wenn die Erträge schwächer ausgefallen sind als erwartet und somit größere Mengen an Stickstoff im Boden hinterlassen haben.
Wintergetreide, speziell Winterweizen, kann im Herbst nur geringe Mengen an Stickstoff aufnehmen und Überschüsse nicht vor Auswaschung schützen.

Sobald zwischen Hauptfruchternte und Bestellung der Winterfrucht 5 bis 6 Wochen Zeit bleiben, sollte eine Zwischenfrucht angebaut werden. Diese Wachstumszeit ist dieses Jahr gegeben.

Anders als beim Zwischenfruchtanbau vor Sommerungen, sollten als Sommer-zwischenfrüchte vor Winterungen nur schnellwüchsige und schnell abfrier-ende Arten, wie Ramtill, Phacelia oder Buchweizen zum Einsatz kommen.
Die Aussaatstärke sollte zudem leicht höher gewählt werden, so dass Ramtill und Phacelia mit 12-15 kg/ha und Buchweizen mit 50-60 kg/ha ausgesät werden sollten.

Wichtig: Auf keinen Fall darf die Sommerzwischenfrucht eine Düngergabe erhalten. Dies würde die positive Wirkung der Zwischenfrucht zunichtemachen und das Grundwasser zusätzlich belasten.

Foto Zwischenfrucht Ramtill

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Zwischenfrucht Ramtill

Im letzten Jahr konnten wir sehen, dass trotz starker Trockenheit der Nachernte-Nmin-Wert konstant gestiegen ist.
Um diesem Effekt entgegenzuwirken und um hohe Rest-N-Werte gerade unter Winterweizen zu vermeiden, eignet sich der Anbau einer Sommer-zwischenfrucht vor Weizen sehr gut.

Wie in der untenstehenden Grafik zu erkennen, erwies sich Phacelia unter den trockenen Bedingungen als eine gute Wahl gegenüber Ramtill, der mit der Trockenheit weniger gut umgehen konnte.
Nach knapp sieben Wochen (06.08.-27.09.2018) konnte sich trotz der widri-gen Bedingungen ein 10-15 cm hoher Phacelia-Bestand entwickeln, der ca. 50 kg N/ha aufgenommen hatte.
Ramtill bildete einen deutlich geringeren Bestand (5-8 cm) und fror Anfang Oktober bei Temperaturen von 4°C ab.


Grafik Einfluss einer Sommerzwischenfrucht vor Stoppelweizen auf den Nmin-Gehalt

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Einfluss einer Sommerzwischenfrucht vor Stoppelweizen auf den Nmin-Gehalt





25.07.2019: Erste Nachernte-Nmin-Werte 2019

Die Nachernte Nmin-Werte aus unseren Beratungsgebieten (WRRL-Maßnahmenräume und Wasserschutzgebietskooperationen) in Hessen werden laufend aktualisiert.
Bisher wurden 33 verschiedene Ackerflächen bis 90 cm Bodentiefe beprobt.
Die Proben stammen hauptsächlich aus Wasserschutzgebieten mit angepasster Düngung (Auflagen). Daher ist anzunehmen, dass die Nmin-Werte nach der Ernte außerhalb von Wasserschutzgebieten noch höher liegen.

Die ersten Nachernte-Nmin-Werte nach Wintergerste und Winterweizen-Ganzpflanzensilage (WW-GPS) zeigen erwartungsgemäß einen weitgehend von Stickstoff entleerten Unterboden (30-90 cm) mit Nmin-Werten zwischen 7 und 10 kg N/ha (siehe Grafik).

Im Oberboden sind die Gesamtwerte und die Spannbreiten erheblich größer. Die Mittelwerte liegen zwischen 15 und 20 kg N/ha, im Maximum werden 28 bis 40 kg N/ha erreicht, die geringsten Werte liegen zwischen 5 und 13 kg N/ha.
Tendenziell ist zu erkennen, dass höhere Werte in der Regel

  • auf den besseren Böden (Bodenzahlen > 50),
  • auf Böden mit hoher Nachlieferung (Kolluvien und Auenböden) und
  • auf Flächen mit regelmäßiger Wirtschaftsdüngerausbringung

zu finden sind.
Aus den Messergebnissen des Sommers 2018, in dem nach der Ernte die Nmin-Werte im Lauf des Spätsommers mineralisierungsbedingt deutlich angestiegen sind, lässt sich ableiten, dass bei Nachernte-Nmin-Werten
> 15-20 kg N/ha keinerlei N-Düngung notwendig und demzufolge auch
nicht sinnvoll ist!

Ganz aktuelle Nmin-Gehalte aus dem Oberboden nach Winterweizen zeichnen ein vergleichbares Bild:
Die Nmin-Werte liegen zwischen 9 und 18 kg N/ha (siehe Grafik).
Zählt man die vergleichbaren Unterbodengehalte aus den Gerste-Proben hinzu, liegen die Nachernte-Werte 0-90 cm beim Weizen ebenfalls in dem Bereich zwischen 20 und 40 kg N/ha.

Grafik Nmin-Werte nach der Ernte 2019

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Grafik Nmin-Werte nach der Ernte 2019





19.07.2019: Nacherntemanagement Leguminosen

Durch den Anbau von Leguminosen kann die Fruchtfolge erweitert und die Vorgaben des Greenings (ÖVF) oder bestimmter HALM-Richtlinien (C.1) erfüllt werden.
Um die Vorteile, die sich durch den Leguminosenanbau ergeben (Stickstoff-anreicherung, Bodengare, Fruchtfolgeaufweitung) ohne Risiko für das Grundwasser nutzen zu können, ist insbesondere ein richtiges Nach-
erntemanagement wichtig
.
Daher sind stickstoffkonservierende Maßnahmen unerlässlich, um Auswa-
schungsverluste nach der Ernte zu mindern. Hierzu stehen verschiedene Mög-
lichkeiten zur Verfügung.

Grundlegende Maßnahmen sind:

  • vor Winterfrüchten Ausfallleguminosen als Zwischenbegrünung auflaufen lassen
  • „stickstoffzehrende“ Nachfrüchte wie Wintergerste oder eine Sommerfrucht nach einer Zwischenfrucht anbauen (Winterweizen als Nachfrucht möglichst meiden)
  • Reduktion der Bodenbearbeitung (Tiefe und Intensität) - Bodenbearbeitung auf das notwendige Minimum beschränken
  • keine Stickstoff-Düngung nach der Ernte der Leguminosen, auch kein Stallmist!
  • schnellwachsende Sommerzwischenfrüchte auch vor Winterfrüchten nach rechtzeitiger Leguminosenernte einsäen (z.B. Ramtill, Buch-weizen)
  • Zwischenfruchtsaat mit Stoppelbearbeitung kombinieren (vor Som-merfrüchten)
  • Futterleguminosen (Kleegras, Luzerne) erst im Frühjahr ggf. nach Nutzung umbrechen und eine Sommerfrucht nachbauen
  • Einsaat von (Gras-) Untersaaten z.B. in Ackerbohnen

Foto Leguminosenbestand

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Problematik Nachernte Leguminosen





01.07.2019: Vorerntesaat von Zwischenfrüchten

Die Vorerntesaat von Zwischenfrüchten ist eine interessante Möglichkeit, das begrenzte Zeitfenster nach der Ernte im Herbst zu erweitern und dadurch erfolgreiche Zwischenfruchtbestände etablieren zu können.
Details zur Vorgehensweise bei der Aussaat sowie Ergebnisse aus Demonstrationsversuchen finden Sie in folgendem Rundbrief
Vorerntesaat von Zwischenfrüchten (pdf 1,3 MB).

Vorerntesaat

Vorerntesaat der Zwischenfrucht mit Scheckenkornstreuer in Weizenbestand





01.07.2019: Zwischenfruchtanbau vor Sommerungen

Foto Zwischenfruchtgemenge

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Zwischenfruchtgemenge

Zwischenfrüchte vor Sommerungen sind sowohl als Fruchtfolgeauflockerung, zur Bodenverbesserung und für den Grundwasserschutz grundsätzlich erforderlich.

Die frühere Ernte in diesem Jahr schafft mehr Handlungsspielraum für einen optimalen Zwischenfruchtanbau. Trotzdem sollte bei der Ansaat keine Zeit verschenkt werden.
Nur durch eine frühe und hauptfruchtmäßige Saat werden die positiven Eigenschaften der Zwischenfrüchte voll ausgeschöpft.

Idealerweise sollte, wenn das Stroh auf der Fläche bleibt, die Zwischenfrucht 24 Stunden nach der Ernte im Boden sein.
Ist dies arbeitszeitlich nicht möglich, lassen Sie die erste Welle des Ausfallgetreides (flache Stoppelbearbeitung!) auflaufen und säen die Zwischenfrucht eine Woche später.

Nach Wintergerste sollten Sie das Ausfallgetreide auf jeden Fall einmal auflaufen lassen, wenn nicht gepflügt wird. Durch die voraussichtlich frühere Ernte sollte die Aussaat Mitte August abgeschlossen sein.

Die vielerorts trockenen Bodenbedingungen verlangen eine wassersparende Bodenbearbeitung/Aussaat, um einen guten Feldaufgang sicher zu stellen.
Am besten unmittelbar nach dem Grubber/Pflug die Zwischenfrucht aussäen und die „hoch gearbeitete“ Bodenfeuchte für die Keimung nutzen.

Bei früher Senfaussaat (bereits im Juli) sollten ausschließlich spät blühende Sorten (z. B. Floraine, Freestyle, Lucida, Sigri, Venive) eingesetzt werden.

Schnell abfrierende Zwischenfrüchte (z.B. Ramtill, Buchweizen) sollten nicht in Reinsaat und bei Gemengen nur in geringen Anteilen angebaut werden.

Foto Ausfallgerste

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Ausfallgerste





01.07.2019: Nacherntemanagement Körnerraps

Körnerraps fördert durch seine lange Vegetationszeit und sein gut ausge-
bildetes Wurzelsystem die Strukturbildung und die biologische Aktivität im Boden.
Es verbleiben große Mengen organischer Substanz auf der Fläche. Dieser hohe Vorfruchtwert spiegelt sich oft auch in hohen Rest-N-Gehalten wider, die es aus Sicht des Grundwasserschutzes zu konservieren gilt.
Entweder wird nur die Rapsstoppel gemulcht und keine weitere Bearbeitung direkt nach der Ernte vorgenommen oder es erfolgt eine flache Bodenbearbeitung möglichst bald nach der Ernte.
Tiefer als 1-2 cm sollte nicht gearbeitet werden, um den Lichtkeimer Raps nicht zu vergraben. Je weniger Boden bewegt wird, umso weniger Stickstoff wird mineralisiert.
Für die flache Stoppelbearbeitung bieten sich Scheibeneggen oder Striegel an. Anschließend sollte der Raps bis kurz vor der Aussaat der Folgekultur wachsen, um Stickstoff aufnehmen zu können.
Bei Problemen mit Ausfallraps oder sogar der Fruchtfolgekrankheit Kohlhernie fordern Sie bitte eine spezielle Beratung zum Nacherntemanagement bei uns an!

Foto Bestand an Ausfallraps (Stoppel sollten gemulcht werden)

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Bestand an Ausfallraps (Stoppel sollten gemulcht werden)

Wie in der folgenden Grafik gut zu erkennen ist, steigt der Stickstoffgehalt im Boden, je häufiger eine Bodenbearbeitung erfolgt ist.
Die Differenz des Nmin-Gehalts zwischen 1. und 2. Beprobung ohne Bearbei-
tung ist durch die N-Aufnahme von Ausfallraps zurückzuführen.
Als Grundwasserschutzmaßnahme sollte deshalb eine Reduzierung der Bo-
denbearbeitungsgänge
, sowie eine verringerte Bearbeitungstiefe ange-
strebt werden, um so die Rest-N-Gehalte zu Vegetationsende im Boden zu minimieren.

Grafik Versuch Bodenbearbeitung

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Ergebnisse Bodenbearbeitungsversuch nach Körnerraps zu Winterweizen





08.05.2019: Zweitfruchtmais nach Feldgras oder Grünroggen

Allgemeiner Hinweis: Die Düngung einer Zweitfrucht bedarf der Erstellung einer Düngebedarfsermittlung (DüV) für den Mais.

Nach der Ernte eines guten Feldgras- oder Grünroggenaufwuchses haben wir in den beiden oberen Bodenschichten nur sehr geringe Nmin-Werte (um 5 kg N/ha) gemessen. Vereinzelt war in der unteren Schicht (60-90 cm) noch etwas mehr Stickstoff anzutreffen (bis 12 kg N/ha).

Was ist bei der Düngung von Zweitfruchtmais zu beachten?

  • Zur Saat sollte der Mais eine mineralische Startgabe in Höhe von 30-40 kg N/ha (breitflächig oder Unterfuß) erhalten, um die direkte N-Versorgung in der Jugendphase zu sichern, denn im Boden ist nach dem Grünfutter relativ wenig direkt verfügbarer Stickstoff vorhanden.
  • Die weitere Versorgung kann über eine Gülle-/Gärrestgabe – idealerweise eingearbeitet zur Saat – erfolgen.
  • Insgesamt genügen 80-100 kg N/ha als Düngergabe (mineralisch und organisch zusammen), weil die Erntereste des Grünfutters und der organische Anteil der zum Feldfutter ausgebrachten Festmist/ Gülle/Gärreste im Lauf des Maiswachstums ebenfalls noch Stickstoff freisetzen werden.
  • Bei intensiver organischer Düngung zum Feldfutter (Herbst und Frühjahrsgabe) sowie regelmäßiger organischer Düngung reicht die geringere N-Düngermenge (80 kg N/ha) aus. Bei geringem Einsatz organischer Düngemittel kann die höhere Gabe gegeben werden.

Foto Grünroggen 2019

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Grünroggen





08.05.2019: Maisdüngung nach Rapsumbruch

Einige Rapsbestände wurden und werden momentan noch aufgrund der durch die Knospenwelke ausbleibenden Blüte umgebrochen.
Als Nachfrucht wird in der Regel nach der Einarbeitung des gemulchten Rapsbestandes nun Mais ausgesät.
Da der Raps bereits seine komplette Düngung erhalten und den größten Teil des Stickstoffs bereits aufgenommen hat, muss dieser für die Versorgung des Mais voll angerechnet werden.
Die nach einem Rapsumbruch gemessenen Nmin-Werte lagen auf den beprobten Flächen bei bis zu 30 kg N/ha.

  • Keine Nutzung des Rapses (Mulchen): Eine Startgabe von 30-40 kg N/ha mit Mineraldünger reicht aus! Eine weitere Düngergabe ist nicht notwendig, da im Lauf der Vegetation der Stickstoff aus dem Rapsbestand und die Bodenmineralisierung die N-Versorgung des Mais sicherstellen.
  • Ist eine Nutzung des Rapsaufwuchses vorgesehen, sollte wie nach Feldfutter verfah-en werden. D.h. es kann neben der Startgabe von 30-40 kg N/ha noch eine kleine Gülle-/Gärrestgabe (zur Saat eingearbeitet) erfolgen.

Foto ausbleibende Rapsblüte aufgrund Knospenwelke 2019

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Ausbleibende Rapsblüte aufgrund Knospenwelke





15.02.2019: Wie tief wurzelt das Wintergetreide aktuell?

Am 08.02.2019 wurde die Durchwurzelungstiefe unter einer normal entwickelten Wintergerste und eines gut sowie schwach entwickelten Winterweizens an Bodenprofilen ermittelt.

Ergebnisse und Fotos dazu finden Sie hier:

Übersicht Durchwurzelung Wintergetreide Februar 2019 (pdf 5 MB)

Foto Durchwurzelung Wintergerste 2019

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Gleichmäßige Durchwurzelung von der Ackerkrume bis in die aufgegrabene Tiefe von
 80 cm unter Wintergerste






28.11.2018: Zwischenfrüchte

Zum den Themen Wachstumsbedingungen, Umbruch sowie Wasserver-sorgung von Zwischenfrüchten haben wir Ihnen folgende Informationen aufbereitet:

Zwischenfrüchte NICHT jetzt schon umbrechen! (pdf 450 KB)

Zwischenfrüchte verbrauchen der Folgefrucht kein Wasser! (pdf 165 KB)

Foto Zwischenfruchtgemenge Phacelia-Rauhafer 2018

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Direkt nach der Wintergerstenernte gesätes Phacelia-Rauhafer-Gemenge






28.08.2018: Entwicklung der Nachernte-Nmin-Gehalte nach Wintergetreide in Hessen

Aktualisierung: 02.10.2018

Grafik Entwicklung der Nachernte-Nmin-Gehalte nach Wintergetreide in Hessen

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Grafik Entwicklung der Nachernte-Nmin-Gehalte nach Wintergetreide in Hessen

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Nmin-Gehalte im Oberboden (0-30 cm) auf verschiedenen Standorten in Hessen nach der Ernte von Wintergetreide über die zurückliegenden Kalenderwochen.

Seit der Kalenderwoche 32 (Anfang August) ist ein deutlicher Anstieg der Nmin-Gehalte zu verzeichnen, was darauf hindeutet, dass trotz der lang-anhaltenden Trockenheit Mineralisierung stattfindet (teilweise fielen lokal begrenzt 5-10 mm Niederschlag).
Dies zeigt das hohe Mineralisierungspotenzial der Böden, welches dieses Jahr unter anderem durch die warmen Böden, langjährige organische Düngung, aber auch durch nicht angepasste mineralische Düngung (z. B. zu hohe Spätgaben im Wintergetreide) gesteigert wurde.

Zudem ist durch die witterungsbedingten Mindererträge, die vielerorts zu verzeichnen sind, in den Böden eine nicht unerhebliche Menge an Stickstoff verblieben. Es ist damit zu rechnen, dass die Nmin-Gehalte weiterhin steigen.







16.08.2018: Bodenbearbeitung und Aussaat von Zwischenfrüchten und Raps bei Trockenheit

Die Ackerkrume ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nahezu überall ausgetrocknet. Regen/Gewitter haben vergangene Woche in wenigen Regionen für etwas Entspannung gesorgt. Weiterhin sind wenig Regen, lediglich lokale Gewitter, gemeldet.

Die Bodenbearbeitung erfolgt aufgrund des „harten“ Bodens unter hohem Verschleiß. Niederschläge von 10 mm werden diese Situation nicht verbessern, da nur die oberen 5-6 cm Boden durchfeuchtet werden. 40-60 mm Regen sind notwendig, um die Ackerkrume ausreichend zu durchfeuchten. Der erhöhte Verschleiß muss dieses Jahr in Kauf genommen werden.

Die Aussaat von Zwischenfrüchten nicht weiter aufschieben! Die Flächen sollten trotz hohem Maschinenverschleiß bearbeitet und anschließend die Zwischenfrucht gesät werden. Regnet es dann 5-10 mm, läuft die Zwischenfrucht flächendeckend auf. Erfolgt hingegen die Bodenbearbeitung erst nach dem Regen, wird die Bodenfeuchte/das Keimwasser eingearbeitet und die Keimung ist nicht flächendeckend gewährleistet!

Warten Sie nicht weiter, sondern säen Sie jetzt Ihre Zwischenfrucht!

Die Aussaat von Winterraps rückt ebenfalls näher. In vielen Betrieben wird der Raps normalerweise im „Rum und Rein“-Verfahren bestellt, um Bodenfeuchte aus der unteren Ackerkrume hoch zu arbeiten und für die Keimung zu nutzen. Die Unterkrume ist dieses Jahr aber trocken und es wird kein feuchter Boden für die Keimung hochgearbeitet. Ein gleichmäßiger Feldaufgang ist bei diesem Verfahren deshalb äußert fraglich.

Unter den trockenen Bedingungen empfiehlt es sich, die Flächen jetzt (10-14 vor der Rapsaussaat) tief zu lockern bzw. für die Saat vorzubereiten. Ende August wird der Raps dann in ein abgesetztes und rückverfestigtes Saatbett gesät. Fällt zur oder kurz nach der Aussaat (10-15 mm) Regen, wird die wenige Bodenfeuchte nicht im Boden vergraben und eine flächendeckende Keimung ist gewährleistet.

Vor allem, wenn bereits Wirtschaftsdünger (Gülle/Gärreste) gefahren wurden, muss eine Zwischenfrucht oder Raps ausgesät werden!

Foto Aussaat Sommerzwischenfrucht in gemulchte Rapsstoppel

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Aussaat Sommerzwischenfrucht in gemulchte Rapsstoppel





16.08.2018: Nmin-Werte nach der Ernte 2018

Die Nachernte Nmin-Werte aus unseren Beratungsgebieten (WRRL-Maßnahmenräume und Wasserschutzgebietskooperationen) in Hessen werden laufend aktualisiert.
Bisher wurden 210 verschiedene Ackerflächen teilweise bis 90 cm Bodentiefe (alle blauen, runden Symbole in der Grafik), teilweise nur im Oberboden
(0-30 cm; alle roten quadratischen Symbole in der Grafik) beprobt.

Der Mittelwert (Summe über alle Tiefen) aller beprobten Flächen liegt bei
36 kg N/ha.
Der Großteil der Werte nach Raps, Wintergerste und Winterweizen befindet sich im Bereich zwischen 20 und 60 kg N/ha. Aber ein nicht unerheblicher Teil der Proben hat Nachernte-Nmin-Werte deutlich über 60 kg N/ha und auch bis deutlich über 100 kg N/ha.

Eine erste Probe nach Silomais zeigt 260 kg N/ha. Wenn sich dies in weiteren Proben bestätigt, sind große Probleme für das Grundwasser zu erwarten.

Grafik Nmin-Werte nach der Ernte 2018

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Grafik Nmin-Werte nach der Ernte 2018

Zusatzinformation: Die bislang durchgeführten Beprobungen bis 90 cm ergaben in der mittleren Bodenschicht (30-60 cm) ebenfalls große Messwertspannen. Der Unterboden (60-90 cm) nach den Winterfrüchten wurde hingegen weitgehend geleert (1-5 kg N/ha).

Die hohen im Boden gefundenen N-Mengen stammen teilweise aus nicht aufgenommenen Düngermengen (Minderertrag) und aus einem jetzt leicht steigenden Anteil aus mineralisiertem Bodenvorrat.

Der Bearbeitungszustand der Flächen hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit bis jetzt keinen erkennbaren Einfluss auf die Höhe des Nmin-Wertes. Es zeichnet sich aber ein leichter Anstieg im Probenahmezeitraum ab: Die Mittelwerte steigen mit jedem Aktualisierungstermin leicht an:

Grafik Messreihe Nmin-Werte nach der Ernte 2018

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Grafik Nmin-Messreihe nach der Ernte 2018

Um die Entwicklung der Nmin-Gehalte nach der Ernte abschätzen zu können, wurden zwei Flächen in der nördlichen Wetterau in regelmäßigen Abständen beprobt.
Die zunehmenden Nmin-Gehalte der oberen 30 cm Boden zeigen deutlich, dass in den Böden ein hohes Mineralisierungspotenzial vorliegt. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen mit zunehmender Feuchte ein erheblicher Anteil an Stickstoff mineralisiert wird.


Unsere aktuelle Einschätzung:

Sollte die Bodenfeuchte merklich ansteigen, ist davon auszugehen, dass die Mineralisation schlagartig einsetzt und weiterer Bodenstickstoff pflanzenverfügbar wird.

Es kann im Moment davon ausgegangen werden, dass im Herbst 2018 das Stickstoff-Angebot im Boden den Bedarf der Winterfrüchte in jedem Fall decken wird.

Eine Düngung zu Winter- oder Zwischenfrüchten ist wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen notwendig.

Auf eine Herbstdüngergabe zur Wintergerste sollte in jedem Fall verzichtet werden!

Nach früh geerntetem Silomais sollte in jedem Fall eine Schnelltest-Probe erfolgen, um ggf. mit dem Anbau einer Zwischenfrucht die größten Stickstoff-Verluste zu vermeiden.

3. Aktualisierung: 16.08.2018
2. Aktualisierung: 10.08.2018
1. Aktualisierung: 06.08.2018
veröffentlicht am: 27.07.2018







02.08.2018: Futterzwischenfrüchte

Aufgrund der Trockenheit wird vielerorts das Futter knapp. Nicht nur beim Mais ist mit geringeren Erträgen zu rechnen, sondern auch das Grünland leidet.
Eine weitere Schnittnutzung ist in diesem Jahr auf sehr trockenen Standorten äußerst fraglich. Um entstehende Futterlücken zu schließen, müssen evtl. weitere Futterquellen genutzt werden.
Futterzwischenfrüchte stellen dabei eine Möglichkeit dar. Sie binden verfügbaren Stickstoff im Boden und schützen diesen so vor Auswaschung.
Auf Grund der früheren Erntezeitpunkte ist es sogar nach Mais noch möglich eine Zwischenfrucht anzubauen.
Welche Futterzwischenfrucht für Ihren Betrieb geeignet ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab:

  • Aussaatzeitpunkt
  • Verwendung
  • Fruchtfolge
  • Nutzungszeitpunkt
  • Standortbedingungen
  • Gemenge-Partner
  • Futterqualität
  • evtl. Greening-Auflagen

Im nachstehenden Beratungsposter sind die möglichen Futterzwischenfrüchte je nach Nutzungszeitpunkt unterschieden:

Poster Futterzwischenfrüchte (pdf 450 KB)

Bei später Aussaat (Anfang September) ist es ratsam auf schnellwüchsige bzw. spätsaat-verträgliche Arten/Gräser zurückzugreifen:
Einjähriges/Welsches Weidelgras, Grünroggen, Wicken, etc.

Foto Welsches Weidelgras

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Welsches Weidelgras





19.07.2018: Düngebedarfsermittlung im Herbst nach Düngeverordnung (DüV)

Generell gilt: Düngen Sie nur dort, wo Düngebedarf besteht!

Wann besteht ein Nährstoffbedarf? - Wann besteht ein Düngebedarf?

  • Nährstoffbedarf hat eine Pflanze, sobald sie wächst.
  • Ein Düngebedarf besteht aber nur dann, wenn die Nährstoffquellen im Boden nicht ausreichen, um den Nährstoffbedarf der Pflanze zu decken!

Das bedeutet grundsätzlich: Keine N-Düngung im Spätsommer/Herbst nach Vorfrüchten mit hohem N-Nachlieferungspotenzial, wie Raps, Leguminosen, Mais, Zuckerrüben, Feldgemüse oder Kartoffeln.

Wie bereits im Herbst 2017 dürfen Zwischenfrüchte, Winterraps, Ackerfutter (Aussaat bis 15.09.) und Stoppel-Wintergerste (Aussaat bis 01.10.) nur bei bestehendem Düngedarf gedüngt werden.

Die Ermittlung und Dokumentation muss vor der Stickstoffdüngung (organisch oder mineralisch) erfolgen!

Neu ist, dass auch der N-Saldo der vorherigen Ernte berücksichtigt werden muss. Dies bedeutet, dass bei deutlich niedrigeren Erträgen als erwartet, wo die N-Düngung nicht bereits entsprechend reduziert wurde, der N-Überschuss bei der Herbst-Düngebedarfsermittlung (DBE) entsprechend berücksichtigt werden muss. Das Formular zur Dokumentation finden Sie auf folgender Seite des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH):

www.llh.hessen.de

Als Herbst-Düngebedarfsermittlung mit Nachweis des tatsächlichen Düngebe-darfs gilt auch eine dokumentierte Nmin-Probe im Herbst mit DBE, wie wir sie Ihnen im Rahmen der Beratungsprojekte anbieten.





19.06.2018: Greeningfähige Zwischenfruchtgemenge

Für das Greening anrechenbare Zwischenfrüchte müssen aus mindestens zwei Mischungspartnern bestehen, wobei darauf zu achten ist, dass der Mischungsanteil einer Art (Anzahl Körner) von max. 60 % nicht überschritten wird.

  • Mischungen müssen zwingend an die Fruchtfolge angepasst sein, um keine Krankheiten zu übertragen (z.B. keine Mischung mit dem Gemengepartner Senf in Rapsfruchtfolgen!)
  • kein chemischer Pflanzenschutz ab der Getreideernte bis zum 15.02.
  • bei Eigenmischungen müssen Rückstellproben aufbewahrt werden

Das für Ihren Betrieb passende Gemenge finden Sie entweder über den Landhandel oder Sie mischen sich Ihr eigenes Gemenge (Vorschläge siehe Tabelle) zusammen:

Tabelle Greeningfähige Zwischenfruchtgemenge

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Greeningfähige Zwischenfruchtgemenge

Foto Zwischenfruchtgemenge

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Zwischenfruchtgemenge





15.03.2018: Schwefel sichert Erträge, Qualität und erhöht die Stickstoffeffizienz!

Im Beratungsrundbrief werden die Hintergründe bei der Versorgung der Pflanzen mit Schwefel erläutert sowie eine Auswahl an Schwefeldüngern vorgestellt.
Anhand von Düngungsbeispielen werden Art und Höhe der Schwefeldüngung bei verschiedenen Kulturen erklärt:

Rundbrief Schwefeldüngung 2018 (pdf 210 KB)

Schwefel wird als Hauptnährstoff von den Pflanzen benötigt und wird nicht mehr kostenlos in ausreichender Menge durch die Luft nachgeliefert. Was für die Luftreinhaltung ein Erfolg ist, bedeutet für die Landwirtschaft zusätzlichen Düngebedarf.

Grafik Smin-Werte 2018

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Grafik Smin-Werte Frühjahr 2018

Unsere Smin-Untersuchungen aus diesem Frühjahr zeigen mit den Nmin-Werten vergleichbar niedrige Schwefelgehalte im Boden, was nicht ver-wundert, da Schwefel genau wie Nitrat im niederschlagsreichen Winter ausgewaschen wurde.

Die meisten Messwerte liegen im Bereich bis 15 kg S/ha, nur zwei Einzelwerte überschreiten 30 kg S/ha (siehe Grafik).

Angestrebt werden sollte für Sommer- und Wintergetreide, Gräser sowie Futter- und Zuckerrüben ein Smin-Wert von 40 kg S/ha und für Raps ein Smin-Wert von 50 kg S/ha.

Deshalb muss in jedem Fall Schwefel in ausreichender Menge gedüngt werden:
Grundsätzlich zur ersten Düngergabe sollte jetzt zu Vegetationsbeginn zu Wintergetreide 25-30 kg S/ha und zu Raps 40-50 kg S/ha die Standard-gabe sein.

Auch auf dem Grünland verbessert eine Schwefelgabe von 30-40 kg S/ha die Effizienz der anderen Nährstoffe deutlich.Wichtig ist, dass der Schwefel in Sulfatform – also direkt pflanzenverfügbar - gedüngt wird!





27.02.2018: Dauerfrost: Keinerlei Düngung gestattet!

Bei den momentan herrschenden Dauerfrosttemperaturen ist der zuvor schon wassergesättigte Boden schon mindestens bis 20 cm Tiefe gefroren.

Unter diesen Verhältnissen ist zum Schutz der Oberflächengewässer keinerlei Düngung mehr gestattet.

Dies gilt sowohl für Mineraldünger – auch stabilisierte Dünger - als auch für jegliche organische Dünger inklusive Komposte und Festmist von Huf- oder Klauentieren.

Allerdings ist eine Düngung bei Dauerfrost auch weder betriebswirtschaftlich noch pflanzenbaulich sinnvoll!

Winterweizen mit Kältestress

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Winterweizen mit Kältestress

Auf aufnahmefähigen Böden ist frühe Ausbringung von organischen Düngern sinnvoll
Sollten die Temperaturen wieder steigen und der nur noch oberflächlich gefrorene Boden durch Auftauen im Laufe des Tages aufnahmefähig werden, gilt für Güllen, Gärreste, Hühnertrockenkot, etc. die Ausbringobergrenze von 60 kg Gesamt-N je ha. Die Obergrenze von 60 kg N/ha im Falle von über Tag entstandener Aufnahmefähigkeit des Bodens gilt nicht für Festmist (von Huf- oder Klauentieren) und für Komposte.

Mineraldüngerausbringung hat noch Zeit
Die gleiche Obergrenze (60 kg Gesamt-N) gilt für Mineraldünger und auch für stabilisierte Dünger! An eine Mineraldüngung sollten Sie aber schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen gar nicht erst denken: Sie produzieren Stickstoffverluste und stressen gegebenenfalls Ihre Pflanzenbestände, die mit der Frostsituation genug zu tun haben (siehe die Fotos von Winterweizen und Raps in Kältestress).

Abschwemmungsrisiken richtig einschätzen
In jedem Fall müssen Sie aber beachten: Sie sind verantwortlich, wenn durch Abschwemmung von Düngern Belastungen oder Schäden entstehen. Das heißt, auch wenn die beschriebene Aufnahmefähigkeit des Bodens gegeben ist, müssen Sie sicher stellen, dass von Ihren Flächen keine Belastungen ausgehen können. Setzen Sie die Dünger dem entsprechend verantwortungs-bewusst ein.

Raps mit Kältestress

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Raps mit Kältestress





07.07.2017: Zwischenfruchtanbau

Die Wahl der Zwischenfrüchte hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bindung des Reststickstoffgehaltes und damit auf die Verringerung der Auswaschung von Stickstoff in das Grundwasser.
Zwischenfrüchte werden nach ihrer Fähigkeit zur Kältetoleranz eingeordnet. Es wird grundsätzlich zwischen abfrierenden und winterharten Zwischenfrüchten unterschieden.

Winterharte Zwischenfrüchte:

  • Überstehen auch tiefere Temperaturen ohne abzusterben und stellen über Winter ihr Wachstum nicht vollständig ein.
  • Binden den Stickstoff in der Biomasse fast vollständig bis in das Frühjahr, so dass eine Auswaschung in das Grundwasser verhindert werden kann.

Abfrierende Zwischenfrüchte:

  • Stellen bei kälteren Temperaturen ihr Wachstum ein und sterben bei Minusgraden ab.
  • Im Vergleich zu den winterharten Zwischenfrüchten ist hier die Fähigkeit der fast vollständigen Stickstofffixierung reduziert.
  • Können vor Sommerungen oder auch vor Winterweizen angebaut werden.


Foto Phaceliabestand

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Phaceliabestand

Zwischenfruchtbestellung

Um einen Zwischenfruchtbestand optimal etablieren zu können, sollten die folgenden Eckpunkte berücksichtigt werden:

  • Generell gilt: möglichst frühe Ansaat, um die positiven Eigenschaften der Zwischenfrüchte zu fördern,
  • Nach Wintergerste pflügen oder
  • Ausfallgerste mindestens einmal, besser zweimal auflaufen lassen,
  • Nach Winterweizen, -roggen und Triticale die Zwischenfrucht-Aussaat sofort nach dem Mähdrusch, damit das Ausfallgetreide keinen Vorsprung hat,
  • Sofort ansäen, auch wenn es trocken ist - nicht auf Regen warten (Aussaat von Raps wird bei Trockenheit auch nicht verschoben!),
  • Aussaatmengen nicht reduzieren – bei kommerziell angebotenen Gemengen besser leicht erhöhen, um einen dichten Bestand mit guter Unkrautunterdrückung zu etablieren,
  • Auf gleichmäßige Strohverteilung des Mähdreschers achten. Fehler, die hier passieren kann die Zwischenfrucht nicht ausgleichen,
  • Senf und Ölrettich können mit einem Schleuderstreuer ausgebracht werden, Gemenge und Phacelia sollten gedrillt werden.
  • Optimale Aussaatzeiten einhalten – bei zu spätem Saattermin besser auf spätsaatverträgliche Zwischenfrucht ausweichen.

Je mehr Wert auf die Aussaat gelegt wird, umso besser kann sich der Bestand entwickeln. Außerdem frieren kräftig entwickelte Pflanzen über Winter sicherer ab, wie schwach entwickelte Bestände.

Hinweise zu Saatstärken, Aussaatterminen und Bestelltechnik

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Hinweise zu Saatstärken, Aussaatterminen und Bestelltechnik

Zwischenfrucht vor Winterweizen

Hohe Rest-N-Gehalte auf Flächen mit im Herbst ausgesätem Winterweizen stellen sehr häufig ein großes Problem im Grundwasserschutz dar.
Zum einen kann bei Winterweizen eine späte Qualitätsdüngung, die von den Pflanzen selbst bei günstigsten Witterungs- und Bodenverhältnissen nicht mehr gut verwertet werden kann, zu hohen Rest-N-Gehalte im nachfolgenden Stoppelweizen führen. Zum anderen führen die Vorfrüchte Raps oder Leguminosen, die oft viel Stickstoff im Boden hinterlassen, zu deutlich erhöhten Stickstoffgehalten, die der nachfolgende Weizen im Herbst nicht mehr verwerten kann.
Wie kann der Rest-N-Gehalt gering gehalten werden?
Bei Weizen mit Raps- oder Leguminosenvorfrucht den Boden nach der Ernte nur sehr flach bearbeiten, um eine gute Entwicklung und damit eine hohe N-Aufnahme des Ausfallraps/-leguminosen zu ermöglichen. Die nächste Bodenbearbeitung sollte erst kurz vor der Winterweizenaussaat erfolgen.
Bei Stoppelweizen sollte dagegen der Stickstoff aus dem Boden vor dem Winterweizen noch durch eine Zwischenfrucht abgeschöpft werden. Sobald 5 bis 6 Wochen Zeit zwischen der Ernte und der Bodenbearbeitung zur Aussaat zur Verfügung stehen, sollte diese Chance genutzt werden.
Das Bild zeigt einen Versuch mit dem Anbau von Ramtill als Zwischenfrucht vor Stoppelweizen (links) im Vergleich zur betriebsüblichen Bodenbearbeitung (rechts). So kann der überschüssige Stickstoff vor dem Weizen aus dem Boden entzogen und dem Weizen entsprechend der Witterungs- und Wachstumsentwicklung dosiert im Frühjahr wieder zur Verfügung gestellt werden - immerhin über 30 kg N/ha in diesem Beispiel!
Neben Ramtill eignet sich auch Buchweizen sehr gut als Zwischenfrucht vor Weizen, verursacht aber höhere Saatgutkosten.

Foto links Ramtill als Zwischenfrucht vor Stoppelweizen; Foto rechts betriebsübliche Bodenbearbeitung nach Winterweizen

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links: Ramtill als Zwischenfrucht vor Stoppelweizen
 rechts: betriebsübliche Bodenbearbeitung nach Winterweizen


Sortenwahl bei Senf

Früh blühende Senfsorten, die vor dem 15. August ausgesät werden (Lang-
tag), bilden kaum Grünmasse aus, sondern gehen sehr schnell in das Längen-
wachstum und die Blüte über (generatives Wachstum). Dementsprechend wenig Stickstoff wird unter solchen Beständen aufgenommen.
Bei früher Senfaussaat vor dem 15. August sollten daher nur spät blühende Sorten ausgewählt werden, um eine hohe N-Bindung erreichen zu können (vegetatives Wachstum).
Hier finden Sie eine Auswahl spät blühender Sorten:

Tabelle Auswahl spät blühender Senf-Sorten

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Auswahl spät blühender Senf-Sorten

Foto nicht blühfester Senf, der durch die zu frühe Aussaat bereits Schoten entwickeln konnte

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Nicht blühfester Senf, der durch die zu frühe Aussaat bereits Schoten entwickeln konnte





07.07.2017: Strohmanagement und Bodenbearbeitung nach der Ernte

Verbleibt das Stroh auf der Fläche, sind die Querverteilung und die Häcksellänge des Strohs extrem wichtig. Denn ist das Strohmanagement ungenügend, muss der Boden intensiver bearbeitet werden. Um optimale Wachstumsbedingungen für die Folgekultur zu schaffen, ist ein gutes Stroh-Boden-Verhältnis notwendig.
Eine Faustregel besagt: pro t Stroh 1,5 bis 2,0 cm Arbeitstiefe.

Je besser die vertikale Verteilung und je kleiner das Stroh gehäckselt wird, desto flacher kann gearbeitet werden.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Schärfe der Messer und die Querteilung des Häckslers am Mähdrescher. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch das Grundwasser. Bodenbearbeitung bedeutet Sauerstoffzufuhr. Sauerstoff in Kombination mit warmen Temperaturen und ausreichender Bodenfeuchtigkeit regt die Mineralisation an. Um die Rest-N-Gehalte zu Vegetationsende zu minimieren, sind Bodenbearbeitungsgänge zu reduzieren sowie möglichst geringe Bearbeitungstiefen anzustreben.







10.07.2017: Kalkung und Grundnährstoffdüngung

Ackerböden verbrauchen durch Pflanzenentzug, Auswaschung und Neutrali-
sationsvorgänge jährlich zwischen 400 und 600 kg/ha CaO.
Diese Kalkmengen müssen über die so genannte Erhaltungskalkung im Tur-
nus von 3 Jahren wieder ausgeglichen werden.
Stagnierende Erträge, starke Bodenverschlämmung nach Niederschlägen und Bodenstrukturschäden sind oftmals die Folge von Kalkmangel. Wegen des schlechten Wachstums werden häufig (unbewusst) höhere Düngergaben (v.a. Stickstoff!!) gegeben, um das Pflanzenwachstum anzukurbeln.
Anhand der Bodenuntersuchungsergebnisse (auf bewirtschafteten Acker-
flächen > 1 ha alle 6 Jahre) ist zu beurteilen, wann die nächste Kalkung fällig ist.
Auch in Hinblick auf den Grundwasserschutz ist die regelmäßige Kalkung und damit die Gesunderhaltung der Böden unabdingbar.
Hinsichtlich der Kalkausbringung sollten folgende Eckpunkte beachtet werden, da mit einer Erhöhung des pH-Wertes die N-Mineralisation gefördert wird:

  • Ausbringung möglichst nur zu Früchten mit hoher N-Aufnahme im Herbst (Raps, Zwischenfrucht)
  • keine Ausbringung nach Früchten, die viel leicht mineralisierbaren Stickstoff mit den Ernteresten hinterlassen (Raps, Erbsen)
  • keine Ausbringung von organischen Düngern im Herbst, wenn gekalkt wird (siehe Kalkung und organische Düngung)

Foto Verschlämmung der Bodenoberfläche infolge eines Kalkmangels

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Verschlämmung der Bodenoberfläche infolge eines Kalkmangels





10.07.2017: Kalkung und organische Düngung

Das direkte Zusammentreffen von Kalk und organischen Düngern führt auf-
grund der pH-Wert Erhöhung zu einer schnellen Umwandlung von Ammoni-
um zu Ammoniak
.
Das Ammoniak gast aus dem organischen Dünger aus und der sofort pflan-
zenverfügbare Stickstoff (Ammonium)
aus den Wirtschaftsdüngern geht verloren.
Kohlensaurer Kalk kann im gleichen Zeitraum wie Wirtschaftsdünger ausge-
bracht werden. Beide müssen aber getrennt eingearbeitet werden und es sollten etwa 2-3 Wochen zwischen den Ausbringungen/Einarbeitungen liegen. Branntkalk erhöht den Boden-pH-Wert sehr schnell, so dass eine Ausbringung im gleichen Zeitraum (z.B. im selben Herbst) in jedem Fall zu Verlusten führt.
Organische Dünger und Kalk dürfen nie gleichzeitig auf der Bodenoberflä-
che liegen (Ammoniak-Verluste).

Erst den organischen Dünger ausbringen und einarbeiten, mindestens 14 Ta-
ge warten und dann den Kalk streuen.

Foto Kalklagerung nach der Ernte

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Kalklagerung nach der Ernte





21.04.2017: Entwicklungsstopp der Bestände kann nicht durch Stickstoffdüngung behoben werden!

Im Moment stocken die Bestände in ihrer Entwicklung. Dies ist auf die niedrigen Temperaturen zurück zu führen, die wir derzeit haben.
Die Auswirkungen der Kälte können nicht durch die Düngung mit schnell wirkenden Stickstoffdüngern kompensiert werden - auch wenn dies in der einen oder anderen Beratungsinformation zu lesen ist.







08.05.2015: Wasserschutzberatung – ein Erfolgsmodell

Die hohen Reststickstoffgehalte und damit die großen Grundwasserbelastun-
gen mit Nitrat gehören der Vergangenheit an. Diese Aussage gilt für Wasser-
schutzgebiete und Maßnahmenräume, in denen eine intensive grundwasser-
schutzorientierte Landwirtschaftsberatung
(Zusatzberatung) durch unab-
hängige Berater - in den meisten Fällen von Ingenieurbüros - angeboten wird.

Langjährige Auswertungen der Reststickstoffgehalte (0-90 cm Bodentiefe) aus den Jahren 2001 bis 2014 belegen eindrucksvoll die gemeinsame Leistung von Beratern, Landwirten, Wasserversorgungsunternehmen und Fachbehörden.

Im Durchschnitt der dargestellten Jahre wurden die Reststickstoffgehalte von rund 60 kg N/ha auf rund 35 kg N/ha gesenkt und damit die Gefahr der Aus-
waschung von Nitrat
aus dem Boden ins Grundwasser deutlich verringert.

Die ausgewerteten Bodenproben zu Vegetationsende von 17.800 Ackerflä-
chen in Hessen und angrenzenden Bundesländern lassen nur eine Aussage zu: Die Wasserschutzberatung ist ein Erfolgsmodell für den Grundwasser-
schutz.


Weitere Details finden Sie in folgender
Analyse Entwicklung Reststickstoffgehalte 2001-2014 (pdf 2,3 MB).

Entwicklung Reststickstoffgehalte Ackerflächen 2001-2014

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Entwicklung Reststickstoffgehalte Ackerflächen 2001-2014





19.02.2015: Greening-Verpflichtungen

Die Greening-Verpflichtungen im Rahmen der EU-Direktzahlungen beinhalten die Erhaltung von Dauergrünlandflächen (wie Wiesen und Weiden), eine ver-
stärkte Anbaudiversifizierung (größere Vielfalt bei der Auswahl der angebau-
ten Feldfrüchte) sowie die Bereitstellung sogenannter "ökologischer Vorrang-
flächen" auf Ackerland.
Landwirtschaftliche Betriebe müssen ab dem Jahr 2015 grundsätzlich fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Als ökologische Vorrangflächen gelten u.a. Stilllegungen, Flächen mit Anbau von Stickstoff bindenden Pflanzen sowie Flächen mit Zwischenfruchtanbau.

Details, Hinweise und Links zum Greening, zu Zwischenfrucht-Mischungen inkl. Berechnung der Mischungspartner sowie eine Liste der zulässigen Pflanzen-
arten haben wir für Sie zusammengestellt:

Allgemeine Hinweise zum Greening (pdf 170 KB)
Hinweise zu Greening und Zwischenfruchtmischungen (pdf 890 KB)

Externer Link zur Infoseite "Zwischenfrüchte und Untersaaten" des Landwirtschaftlichen Techologiezentrums Augustenberg (LTZ)

Externer Link zum Mischungsrechner des LTZ Augustenberg für Zwischenfrüchte als ökologische Vorrangflächen

Zwischenfruchtanbau im Gemenge

Zwischenfruchtanbau im Gemenge






Wissen + Praxistipps >

       Aktuelles


13.07.2021:
Neues bei Wissen + Praxistipps:

Fördern Zwischenfrüchte den Drahtwurmbesatz?
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02.07.2021:
Neues bei Wissen + Praxistipps:

Zwischenfruchtgemenge - auf die richtige Mischung
kommt es an!
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28.06.2021:
Rundbriefe zum Nacherntemanagement 2021 in allen Maßnahmenräumen online
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25.06.2021:
Neues bei Wissen + Praxistipps:

Ausblick Winterweizenqualität
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24.06.2021:
Feldbegehung zum Erosions-schutz im Maßnahmenraum Hofbieber-Nüsttal
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15.06.2021:
Abgeschlossene Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Wetter-aukreis
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11.06.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Ebers-burg-Eichenzell-Gersfeld-Poppenhausen
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10.06.2021:
Neues bei Wissen + Praxistipps:

Winterweizen – späte Quali-tätsdüngung sinnvoll?
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10.06.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum EWF Korbach-Süd
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10.06.2021:
Abgeschlossene Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Bad Wil-dungen-Edertal-Bad Zwesten
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09.06.2021:
Abgeschlossene Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Main-Kinzig-Kreis
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09.06.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Bad Camberg
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04.06./10.06.2021:
Feldbegehungen im Maßnah-menraum Ebersburg-Eichen-zell-Gersfeld-Poppenhausen
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28.05.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmengebiet Gieße-ner Raum
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28.05.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Rein-heim
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25.05.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Wetter-aukreis
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20.05.2021:
Aktualisierte Chlorophyll-messreihen zur Beurteilung der Stickstoffversorgung der Wintergetreidebestände 2021 im Maßnahmenraum Bad Camberg
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14.05.2021:
Rundbrief zur Spätgabe im Wintergetreide 2021 im Maß-nahmenraum Balhorn-Martin-hagen
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10.05.2021:
Neues bei Wissen + Praxistipps:

Wintergerste schiebt (in Kürze) das Fahnenblatt – jetzt fertig düngen!
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