Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in Hessen - Wissen + Praxistipps -

Wissen + Praxistipps

Auf dieser Seite haben wir Hintergrundinformationen zu verschiedenen Themen aus dem Bereich Landwirtschaft und Gewässerschutz und außerdem jede Menge Praxistipps für Sie zusammengestellt.



28.11.2018: Zwischenfrüchte

Zum den Themen Wachstumsbedingungen, Umbruch sowie Wasserver-sorgung von Zwischenfrüchten haben wir Ihnen folgende Informationen aufbereitet:

Zwischenfrüchte NICHT jetzt schon umbrechen! (pdf 450 KB)

Zwischenfrüchte verbrauchen der Folgefrucht kein Wasser! (pdf 165 KB)

Foto Zwischenfruchtgemenge Phacelia-Rauhafer 2018

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Direkt nach der Wintergerstenernte gesätes Phacelia-Rauhafer-Gemenge





28.08.2018: Entwicklung der Nachernte-Nmin-Gehalte nach Wintergetreide in Hessen

Aktualisierung: 02.10.2018

Grafik Entwicklung der Nachernte-Nmin-Gehalte nach Wintergetreide in Hessen

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Grafik Entwicklung der Nachernte-Nmin-Gehalte nach Wintergetreide in Hessen

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der Nmin-Gehalte im Oberboden (0-30 cm) auf verschiedenen Standorten in Hessen nach der Ernte von Wintergetreide über die zurückliegenden Kalenderwochen.

Seit der Kalenderwoche 32 (Anfang August) ist ein deutlicher Anstieg der Nmin-Gehalte zu verzeichnen, was darauf hindeutet, dass trotz der lang-anhaltenden Trockenheit Mineralisierung stattfindet (teilweise fielen lokal begrenzt 5-10 mm Niederschlag).
Dies zeigt das hohe Mineralisierungspotenzial der Böden, welches dieses Jahr unter anderem durch die warmen Böden, langjährige organische Düngung, aber auch durch nicht angepasste mineralische Düngung (z. B. zu hohe Spätgaben im Wintergetreide) gesteigert wurde.

Zudem ist durch die witterungsbedingten Mindererträge, die vielerorts zu verzeichnen sind, in den Böden eine nicht unerhebliche Menge an Stickstoff verblieben. Es ist damit zu rechnen, dass die Nmin-Gehalte weiterhin steigen.





16.08.2018: Bodenbearbeitung und Aussaat von Zwischenfrüchten und Raps bei Trockenheit

Die Ackerkrume ist aufgrund der anhaltenden Trockenheit nahezu überall ausgetrocknet. Regen/Gewitter haben vergangene Woche in wenigen Regionen für etwas Entspannung gesorgt. Weiterhin sind wenig Regen, lediglich lokale Gewitter, gemeldet.

Die Bodenbearbeitung erfolgt aufgrund des „harten“ Bodens unter hohem Verschleiß. Niederschläge von 10 mm werden diese Situation nicht verbessern, da nur die oberen 5-6 cm Boden durchfeuchtet werden. 40-60 mm Regen sind notwendig, um die Ackerkrume ausreichend zu durchfeuchten. Der erhöhte Verschleiß muss dieses Jahr in Kauf genommen werden.

Die Aussaat von Zwischenfrüchten nicht weiter aufschieben! Die Flächen sollten trotz hohem Maschinenverschleiß bearbeitet und anschließend die Zwischenfrucht gesät werden. Regnet es dann 5-10 mm, läuft die Zwischenfrucht flächendeckend auf. Erfolgt hingegen die Bodenbearbeitung erst nach dem Regen, wird die Bodenfeuchte/das Keimwasser eingearbeitet und die Keimung ist nicht flächendeckend gewährleistet!

Warten Sie nicht weiter, sondern säen Sie jetzt Ihre Zwischenfrucht!

Die Aussaat von Winterraps rückt ebenfalls näher. In vielen Betrieben wird der Raps normalerweise im „Rum und Rein“-Verfahren bestellt, um Bodenfeuchte aus der unteren Ackerkrume hoch zu arbeiten und für die Keimung zu nutzen. Die Unterkrume ist dieses Jahr aber trocken und es wird kein feuchter Boden für die Keimung hochgearbeitet. Ein gleichmäßiger Feldaufgang ist bei diesem Verfahren deshalb äußert fraglich.

Unter den trockenen Bedingungen empfiehlt es sich, die Flächen jetzt (10-14 vor der Rapsaussaat) tief zu lockern bzw. für die Saat vorzubereiten. Ende August wird der Raps dann in ein abgesetztes und rückverfestigtes Saatbett gesät. Fällt zur oder kurz nach der Aussaat (10-15 mm) Regen, wird die wenige Bodenfeuchte nicht im Boden vergraben und eine flächendeckende Keimung ist gewährleistet.

Vor allem, wenn bereits Wirtschaftsdünger (Gülle/Gärreste) gefahren wurden, muss eine Zwischenfrucht oder Raps ausgesät werden!

Foto Aussaat Sommerzwischenfrucht in gemulchte Rapsstoppel

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Aussaat Sommerzwischenfrucht in gemulchte Rapsstoppel




16.08.2018: Nmin-Werte nach der Ernte 2018

Die Nachernte Nmin-Werte aus unseren Beratungsgebieten (WRRL-Maßnahmenräume und Wasserschutzgebietskooperationen) in Hessen werden laufend aktualisiert.
Bisher wurden 210 verschiedene Ackerflächen teilweise bis 90 cm Bodentiefe (alle blauen, runden Symbole in der Grafik), teilweise nur im Oberboden
(0-30 cm; alle roten quadratischen Symbole in der Grafik) beprobt.

Der Mittelwert (Summe über alle Tiefen) aller beprobten Flächen liegt bei
36 kg N/ha.
Der Großteil der Werte nach Raps, Wintergerste und Winterweizen befindet sich im Bereich zwischen 20 und 60 kg N/ha. Aber ein nicht unerheblicher Teil der Proben hat Nachernte-Nmin-Werte deutlich über 60 kg N/ha und auch bis deutlich über 100 kg N/ha.

Eine erste Probe nach Silomais zeigt 260 kg N/ha. Wenn sich dies in weiteren Proben bestätigt, sind große Probleme für das Grundwasser zu erwarten.

Grafik Nmin-Werte nach der Ernte 2018

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Grafik Nmin-Werte nach der Ernte 2018

Zusatzinformation: Die bislang durchgeführten Beprobungen bis 90 cm ergaben in der mittleren Bodenschicht (30-60 cm) ebenfalls große Messwertspannen. Der Unterboden (60-90 cm) nach den Winterfrüchten wurde hingegen weitgehend geleert (1-5 kg N/ha).

Die hohen im Boden gefundenen N-Mengen stammen teilweise aus nicht aufgenommenen Düngermengen (Minderertrag) und aus einem jetzt leicht steigenden Anteil aus mineralisiertem Bodenvorrat.

Der Bearbeitungszustand der Flächen hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit bis jetzt keinen erkennbaren Einfluss auf die Höhe des Nmin-Wertes. Es zeichnet sich aber ein leichter Anstieg im Probenahmezeitraum ab: Die Mittelwerte steigen mit jedem Aktualisierungstermin leicht an:

Grafik Messreihe Nmin-Werte nach der Ernte 2018

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Grafik Nmin-Messreihe nach der Ernte 2018

Um die Entwicklung der Nmin-Gehalte nach der Ernte abschätzen zu können, wurden zwei Flächen in der nördlichen Wetterau in regelmäßigen Abständen beprobt.
Die zunehmenden Nmin-Gehalte der oberen 30 cm Boden zeigen deutlich, dass in den Böden ein hohes Mineralisierungspotenzial vorliegt. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen mit zunehmender Feuchte ein erheblicher Anteil an Stickstoff mineralisiert wird.


Unsere aktuelle Einschätzung:

Sollte die Bodenfeuchte merklich ansteigen, ist davon auszugehen, dass die Mineralisation schlagartig einsetzt und weiterer Bodenstickstoff pflanzenverfügbar wird.

Es kann im Moment davon ausgegangen werden, dass im Herbst 2018 das Stickstoff-Angebot im Boden den Bedarf der Winterfrüchte in jedem Fall decken wird.

Eine Düngung zu Winter- oder Zwischenfrüchten ist wahrscheinlich nur in Ausnahmefällen notwendig.

Auf eine Herbstdüngergabe zur Wintergerste sollte in jedem Fall verzichtet werden!

Nach früh geerntetem Silomais sollte in jedem Fall eine Schnelltest-Probe erfolgen, um ggf. mit dem Anbau einer Zwischenfrucht die größten Stickstoff-Verluste zu vermeiden.

3. Aktualisierung: 16.08.2018
2. Aktualisierung: 10.08.2018
1. Aktualisierung: 06.08.2018
veröffentlicht am: 27.07.2018





02.08.2018: Zwischenfruchtanbau nach Mais

Der Mais leidet unter der extremen und anhaltenden Trockenheit. In einigen Gebieten ist er bereits notreif und die Ernte hat begonnen.
In anderen Gebieten wird die Ernte bald beginnen, denn ohne einsetzenden Regen werden auch die noch grünen Maispflanzen keine weitere Zunahme an Ertrag und Qualität erzielen.
Die verfrühte Maisernte hat zur Folge, dass

  • der Mais die N-Düngung und Bodennachlieferung nicht vollständig ausnutzen konnte und größere Stickstoffmengen hinterlässt,
  • eine weitere Erhöhung des verfügbaren Stickstoffs im Boden mit einsetzenden Niederschlägen bei hohen Bodentemperaturen (Mineralisationsschub) bevorsteht.

Um den überschüssigen Stickstoff ins nächste Frühjahr zu retten, sollte nach Mais – vor allem wenn eine Sommerung folgt – eine Zwischenfrucht angebaut werden.
Zeit dafür ist dieses Jahr allemal. Eine Zwischenfruchtansaat lohnt sich noch bis Mitte September. Je nach Zeitpunkt und Witterung eignen sich z.B. folgende spätsaatverträgliche Zwischenfrüchte:

Schema spätsaatverträgliche Zwischenfrüchte

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Schema spätsaatverträgliche Zwischenfrüchte




02.08.2018: Futterzwischenfrüchte

Aufgrund der Trockenheit wird vielerorts das Futter knapp. Nicht nur beim Mais ist mit geringeren Erträgen zu rechnen, sondern auch das Grünland leidet.
Eine weitere Schnittnutzung ist in diesem Jahr auf sehr trockenen Standorten äußerst fraglich. Um entstehende Futterlücken zu schließen, müssen evtl. weitere Futterquellen genutzt werden.
Futterzwischenfrüchte stellen dabei eine Möglichkeit dar. Sie binden verfügbaren Stickstoff im Boden und schützen diesen so vor Auswaschung.
Auf Grund der früheren Erntezeitpunkte ist es sogar nach Mais noch möglich eine Zwischenfrucht anzubauen.
Welche Futterzwischenfrucht für Ihren Betrieb geeignet ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab:

  • Aussaatzeitpunkt
  • Verwendung
  • Fruchtfolge
  • Nutzungszeitpunkt
  • Standortbedingungen
  • Gemenge-Partner
  • Futterqualität
  • evtl. Greening-Auflagen

Im nachstehenden Beratungsposter sind die möglichen Futterzwischenfrüchte je nach Nutzungszeitpunkt unterschieden:

Poster Futterzwischenfrüchte (pdf 450 KB)

Bei später Aussaat (Anfang September) ist es ratsam auf schnellwüchsige bzw. spätsaat-verträgliche Arten/Gräser zurückzugreifen:
Einjähriges/Welsches Weidelgras, Grünroggen, Wicken, etc.

Foto Welsches Weidelgras

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Welsches Weidelgras




24.07.2018: Beratungsrundbrief Ökologischer Landbau Juli 2018

Dies ist der zweite Rundbrief der Reihe an Beratungsinformationen, die spezielle Fragen des Ökologischen Landbaus im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz behandeln, sofern diese von den Gegebenheiten der konventionellen Landwirtschaft abweichen.

Der Rundbrief thematisiert die frühe Ernte in diesem Jahr und beleuchtet die Ziele des Nacherntemanagements. Im Detail wird auf Strohmanagement und Bodenbearbeitung nach der Ernte eingegangen.
Weitere Themen sind grundwasserschonender Kleegrasumbruch, Unkraut-/Queckenbekämpfung, Zwischenfruchtanbau nach Raps und Körnerleguminosen sowie Untersaaten im Mais.


Beratungsrundbrief Ökologischer Landbau Juli 2018 (pdf 545 KB)




19.07.2018: Düngebedarfsermittlung im Herbst nach Düngeverordnung (DüV)

Generell gilt: Düngen Sie nur dort, wo Düngebedarf besteht!

Wann besteht ein Nährstoffbedarf? - Wann besteht ein Düngebedarf?

  • Nährstoffbedarf hat eine Pflanze, sobald sie wächst.
  • Ein Düngebedarf besteht aber nur dann, wenn die Nährstoffquellen im Boden nicht ausreichen, um den Nährstoffbedarf der Pflanze zu decken!

Das bedeutet grundsätzlich: Keine N-Düngung im Spätsommer/Herbst nach Vorfrüchten mit hohem N-Nachlieferungspotenzial, wie Raps, Leguminosen, Mais, Zuckerrüben, Feldgemüse oder Kartoffeln.

Wie bereits im Herbst 2017 dürfen Zwischenfrüchte, Winterraps, Ackerfutter (Aussaat bis 15.09.) und Stoppel-Wintergerste (Aussaat bis 01.10.) nur bei bestehendem Düngedarf gedüngt werden.

Die Ermittlung und Dokumentation muss vor der Stickstoffdüngung (organisch oder mineralisch) erfolgen!

Neu ist, dass auch der N-Saldo der vorherigen Ernte berücksichtigt werden muss. Dies bedeutet, dass bei deutlich niedrigeren Erträgen als erwartet, wo die N-Düngung nicht bereits entsprechend reduziert wurde, der N-Überschuss bei der Herbst-Düngebedarfsermittlung (DBE) entsprechend berücksichtigt werden muss. Das Formular zur Dokumentation finden Sie auf folgender Seite des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH):

www.llh.hessen.de

Als Herbst-Düngebedarfsermittlung mit Nachweis des tatsächlichen Düngebe-darfs gilt auch eine dokumentierte Nmin-Probe im Herbst mit DBE, wie wir sie Ihnen im Rahmen der Beratungsprojekte anbieten.




19.07.2018: Sperrfristen nach Düngeverordnung (DüV)

Mit Gülle, Gärrest, Klärschlamm, Geflügelmist, Hühnertrockenkot, Jauche und N-haltigen Mineraldüngern dürfen nach DüV im Herbst maximal 30 kg Ammo-nium-N/ha bzw. 60 kg Gesamt-N/ha ausgebracht werden.

Hierbei gilt die Grenze, die zuerst erreicht ist!

Dies entspricht bei Rindergülle mit 4 kg Gesamt-N/m³ und 2 kg Ammonium-N/m³ einer Ausbringungsmenge von max. 15 m³/ha.

Eine organische N-Düngung im Spätsommer/Herbst sollte vor oder zur Aussaat erfolgen. Damit erhöhen Sie die Stickstoff-Ausnutzung und senken das Risiko von Stickstoffauswaschungen.

Eine organische N-Düngung in einen bereits bestehenden Bestand führt zu einer schlechteren N-Effizienz, da der Stickstoff länger braucht, bis er bei der Pflanzenwurzel ankommt und damit erst zur Verfügung steht, wenn die Pflanzen keinen Stickstoff mehr benötigen. Zudem geht verfügbarer Stickstoff durch Ausgasungen verloren.

Die Sperrfristen und welche Kulturen wann, wie und mit welchem Dünger gedüngt werden dürfen, haben wir Ihnen in der unten stehenden Übersichtstabelle dargestellt!

Übersicht Sperrfristen nach Düngeverordnung

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Übersicht Sperrfristen nach Düngeverordnung




16.07.2018: Körnerraps – Nacherntemanagement und phytosanitäre Situation

Der Rapsanbau bereitet immer mehr Sorgen. Verstärktes Auftreten von Krankheiten (Kohlhernie, Sclerotinia, Verticillium...) und Schädlingen (Rapsglanzkäfer, Kohlfliege...) bei gleichzeitig sinkendem Handlungsspielraum im Pflanzenschutz, aber auch der stark angestiegene Altrapsbesatz, haben in den letzten Jahren und - wie die ersten Ernteergebnisse zeigen - besonders in diesem Jahr zu zum Teil enttäuschenden Erträgen geführt.

Diese Probleme sind aber vielfach hausgemacht. Zu enge Fruchtfolgen mit Rapsanbaupausen von nur zwei oder drei Jahren werden langfristig einen wirtschaftlichen Anbau immer mehr erschweren.

Der Krankheitsdruck und Altrapsbesatz lassen sich auch nicht durch eine intensive Stoppelbearbeitung zur Unterbrechung der so genannten „grünen Brücke“ beheben.

Das „schwarz Halten“ nach der Rapsernte bis zur Nachfruchtbestellung fördert nur die Stickstoffmineralisation im Herbst, belastet damit das Grundwasser und löst die eigentlichen Probleme einer engen Fruchtfolge nicht.

Welche Möglichkeiten es für ein grundwasserschonendes Raps-Nacherntemanagement gibt, finden Sie hier:

Übersicht Raps-Nacherntemanagement (pdf 905 KB)

Foto Raps Nachernte

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Raps nach der Ernte mit und ohne Bodenbearbeitung




16.07.2018: Zwischenfruchtanbau vor Sommerungen

Foto Zwischenfrucht Ramtill

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Zwischenfrucht Ramtill

Zwischenfrüchte vor Sommerungen sind sowohl als Fruchtfolgeauflockerung, zur Bodenverbesserung und für den Grundwasserschutz grundsätzlich erforderlich.

Die frühere Ernte in diesem Jahr schafft mehr Handlungsspielraum für einen optimalen Zwischenfruchtanbau. Trotzdem sollte bei der Ansaat keine Zeit verschenkt werden.
Nur durch eine frühe und hauptfruchtmäßige Saat werden die positiven Eigenschaften der Zwischenfrüchte voll ausgeschöpft.

Idealerweise sollte, wenn das Stroh auf der Fläche bleibt, die Zwischenfrucht 24 Stunden nach der Ernte im Boden sein.
Ist dies arbeitszeitlich nicht möglich, lassen Sie die erste Welle des Ausfallgetreides (flache Stoppelbearbeitung!) auflaufen und säen die Zwischenfrucht eine Woche später.

Nach Wintergerste sollten Sie das Ausfallgetreide auf jeden Fall einmal auflaufen lassen, wenn nicht gepflügt wird. Durch die voraussichtlich frühere Ernte sollte die Aussaat Mitte August abgeschlossen sein.

Die vielerorts trockenen Bodenbedingungen verlangen eine wassersparende Bodenbearbeitung/Aussaat, um einen guten Feldaufgang sicher zu stellen.
Am besten unmittelbar nach dem Grubber/Pflug die Zwischenfrucht aussäen und die „hoch gearbeitete“ Bodenfeuchte für die Keimung nutzen.

Bei früher Senfaussaat (bereits im Juli) sollten ausschließlich spät blühenden Sorten (z. B. Floraine, Freestyle, Lucida, Sigri, Venive) eingesetzt werden.

Foto Ausfallgerste

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Ausfallgerste




16.07.2018: Zwischenfruchtanbau vor Winterungen

In diesem Sommer sollte - wo immer es möglich ist - eine Sommerzwischen-frucht vor Wintergetreide angebaut werden, vor allem wenn die Erträge schwächer ausfallen als erwartet und somit größere Mengen an Stickstoff im Boden hinterlassen werden.
Wintergetreide, speziell Winterweizen, kann im Herbst nur geringe Mengen an Stickstoff aufnehmen und Überschüsse nicht vor Auswaschung schützen.

Sobald zwischen Hauptfruchternte und Bestellung der Winterfrucht 5 bis 6 Wochen Zeit bleiben, sollte eine Zwischenfrucht angebaut werden. Diese Wachstumszeit ist dieses Jahr gegeben.

Wichtig: Auf keinen Fall darf die Sommerzwischenfrucht eine Düngergabe erhalten. Dies würde die positive Wirkung der Zwischenfrucht zunichte machen und das Grundwasser zusätzlich belasten.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Rundbrief vom Juni 2018.

Foto Zwischenfruchtgemenge

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Zwischenfruchtgemenge





19.06.2018: Übersicht Zwischenfrüchte 2018

In der Übersicht sind verschiedene Zwischenfrüchte hinsichtlich Saatmenge, Saatzeit, Höhe der möglichen Stickstoffbindung sowie ihrer Eignung für Erosionsschutz, Senkung Rest-N, Unkrautunterdrückung und Mulchsaat gegenüber gestellt.

Die Wahl der Zwischenfrüchte hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bindung des Reststickstoffgehaltes und damit auf die Verringerung der Auswaschung von Stickstoff in das Grundwasser.

Zwischenfrüchte werden nach ihrer Fähigkeit zur Kältetoleranz eingeordnet. Es wird grundsätzlich zwischen abfrierenden und winterharten Zwischenfrüchten unterschieden.

Je mehr Wert auf die Aussaat gelegt wird, umso besser kann sich der Bestand entwickeln. Außerdem frieren kräftig entwickelte Pflanzen über Winter sicherer ab als schwach entwickelte Bestände.

Tabelle Übersicht Zwischenfrüchte

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Übersicht Zwischenfrüchte




19.06.2018: Greeningfähige Zwischenfruchtgemenge

Für das Greening anrechenbare Zwischenfrüchte müssen aus mindestens zwei Mischungspartnern bestehen, wobei darauf zu achten ist, dass der Mischungsanteil einer Art (Anzahl Körner) von max. 60 % nicht überschritten wird.

  • Mischungen müssen zwingend an die Fruchtfolge angepasst sein, um keine Krankheiten zu übertragen (z.B. keine Mischung mit dem Gemengepartner Senf in Rapsfruchtfolgen!)
  • kein chemischer Pflanzenschutz ab der Getreideernte bis zum 15.02.
  • bei Eigenmischungen müssen Rückstellproben aufbewahrt werden

Das für Ihren Betrieb passende Gemenge finden Sie entweder über den Landhandel oder Sie mischen sich Ihr eigenes Gemenge (Vorschläge siehe Tabelle) zusammen:

Tabelle Greeningfähige Zwischenfruchtgemenge

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Greeningfähige Zwischenfruchtgemenge

Foto Zwischenfruchtgemenge

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Zwischenfruchtgemenge




04.05.2018: Wintergerste nicht mehr düngen! – Der Stickstoff kann nicht mehr verwertet werden!

Die Wintergerste hat vielerorts das Fahnenblatt (BBCH 37/39) geschoben oder spitzt bereits die Grannen (BBCH 49).
Die gemessenen N-Bedarfswerte (N-Tester) zeigen eine gute bis sehr gute N-Versorgung und Bedarfszahlen, die durch die Nachlieferung gedeckt werden.
Eine Spätgabe zum jetzigen Zeitpunkt ist aus diesem Grund in den meisten Fällen nicht notwendig. Die Unterkrume und der Unterboden haben noch genügend Bodenfeuchte, dass eine Versorgung der Gerste während der Kornfüllung durch im Boden mineralisierten Stickstoff erfolgen kann.
Wegen der höchstwahrscheinlich weiterhin trockenen Witterung ist eine Spätgabe zur Wintergerste nicht mehr sinnvoll!
Der gedüngte Stickstoff wird voraussichtlich erst gelöst und steht der Gerste dann zur Verfügung, wenn sie die Nährstoffaufnahme aus dem Boden bereits abgeschlossen hat.
Eine N-Düngung bringt jetzt nichts mehr sondern kostet nur Geld und belastet das Grundwasser.

Wintergerste im Entwicklungsstadium BBCH39 Wintergerste im Entwicklungsstadium BBCH49 Wintergerste im Entwicklungsstadium BBCH61-65

Wintergerste in den Entwicklungsstadien BBCH39, BBCH49 und BBCH61-65




09.04.2018: Kalender zur Ausbringung organischer Dünger

Auf der Grundlage der neuen Düngeverordnung haben wir für Sie Kalender zur Ausbringung organischer Dünger zusammengestellt.
In diesen Kalendern finden Sie für die verschiedenen Anbaufrüchte:

  • Zeiträume, in denen eine Ausbringung nach Düngeverordnung erlaubt ist,
  • aber auch Zeiträume, in denen eine Ausbringung im Sinne eines effizienten Düngereinsatzes sinnvoll ist
  • sowie vernünftige Ausbringungsmengen.

Kalender für Gülle und Gärrest (pdf 120 KB)

Kalender für Festmist und Kompost (pdf 120 KB)

Kalender für Hühnertrockenkot (HTK), Geflügelmist und separiertem Gärrest (pdf 120 KB)




05.04.2018: Beratungsrundbrief Ökologischer Landbau April 2018

Dies ist der erste Rundbrief einer geplanten Reihe an Beratungsinformationen, die spezielle Fragen des Ökologischen Landbaus im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz behandeln, sofern diese von den Gegebenheiten der konventionellen Landwirtschaft abweichen.

In diesem Rundbrief wird die derzeitige Situation der Pflanzenbestände beleuchtet und Hinweise zur Unkrautregulierung und Schwefelversorgung sowie zur Vorbereitung der Flächen für Sommerfrüchte gegeben.

Beratungsrundbrief Ökologischer Landbau April 2018 (pdf 775 KB)




05.04.2018: Untersaaten im Maisanbau

Der Maisanbau nimmt in vielen Regionen große Flächenanteile ein. Mit einer Untersaat können die Rest-N-Gehalte nach der Maisernte deutlich reduziert und damit der Stickstoffeintrag in das Grundwasser über Winter gesenkt werden.

Hinweise, welche Untersaaten-Varianten im Mais möglich sind, wie der Herbizideinsatz angepasst werden muss und wie die Untersaat im Frühjahr genutzt werden kann, erhalten Sie in dem folgenden Rundbrief:

Rundbrief zu Untersaaten im Maisanbau (pdf 710 KB)

Maisuntersaaten: Weidelgras/Weißklee

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Maisuntersaaten: Weidelgras/Weißklee




15.03.2018: Schwefel sichert Erträge, Qualität und erhöht die Stickstoffeffizienz!

Im Beratungsrundbrief werden die Hintergründe bei der Versorgung der Pflanzen mit Schwefel erläutert sowie eine Auswahl an Schwefeldüngern vorgestellt.
Anhand von Düngungsbeispielen werden Art und Höhe der Schwefeldüngung bei verschiedenen Kulturen erklärt:

Rundbrief Schwefeldüngung 2018 (pdf 210 KB)

Schwefel wird als Hauptnährstoff von den Pflanzen benötigt und wird nicht mehr kostenlos in ausreichender Menge durch die Luft nachgeliefert. Was für die Luftreinhaltung ein Erfolg ist, bedeutet für die Landwirtschaft zusätzlichen Düngebedarf.

Grafik Smin-Werte 2018

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Grafik Smin-Werte Frühjahr 2018

Unsere Smin-Untersuchungen aus diesem Frühjahr zeigen mit den Nmin-Werten vergleichbar niedrige Schwefelgehalte im Boden, was nicht ver-wundert, da Schwefel genau wie Nitrat im niederschlagsreichen Winter ausgewaschen wurde.

Die meisten Messwerte liegen im Bereich bis 15 kg S/ha, nur zwei Einzelwerte überschreiten 30 kg S/ha (siehe Grafik).

Angestrebt werden sollte für Sommer- und Wintergetreide, Gräser sowie Futter- und Zuckerrüben ein Smin-Wert von 40 kg S/ha und für Raps ein Smin-Wert von 50 kg S/ha.

Deshalb muss in jedem Fall Schwefel in ausreichender Menge gedüngt werden:
Grundsätzlich zur ersten Düngergabe sollte jetzt zu Vegetationsbeginn zu Wintergetreide 25-30 kg S/ha und zu Raps 40-50 kg S/ha die Standard-gabe sein.

Auch auf dem Grünland verbessert eine Schwefelgabe von 30-40 kg S/ha die Effizienz der anderen Nährstoffe deutlich.Wichtig ist, dass der Schwefel in Sulfatform – also direkt pflanzenverfügbar - gedüngt wird!




27.02.2018: Dauerfrost: Keinerlei Düngung gestattet!

Bei den momentan herrschenden Dauerfrosttemperaturen ist der zuvor schon wassergesättigte Boden schon mindestens bis 20 cm Tiefe gefroren.

Unter diesen Verhältnissen ist zum Schutz der Oberflächengewässer keinerlei Düngung mehr gestattet.

Dies gilt sowohl für Mineraldünger – auch stabilisierte Dünger - als auch für jegliche organische Dünger inklusive Komposte und Festmist von Huf- oder Klauentieren.

Allerdings ist eine Düngung bei Dauerfrost auch weder betriebswirtschaftlich noch pflanzenbaulich sinnvoll!

Winterweizen mit Kältestress

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Winterweizen mit Kältestress

Auf aufnahmefähigen Böden ist frühe Ausbringung von organischen Düngern sinnvoll
Sollten die Temperaturen wieder steigen und der nur noch oberflächlich gefrorene Boden durch Auftauen im Laufe des Tages aufnahmefähig werden, gilt für Güllen, Gärreste, Hühnertrockenkot, etc. die Ausbringobergrenze von 60 kg Gesamt-N je ha. Die Obergrenze von 60 kg N/ha im Falle von über Tag entstandener Aufnahmefähigkeit des Bodens gilt nicht für Festmist (von Huf- oder Klauentieren) und für Komposte.

Mineraldüngerausbringung hat noch Zeit
Die gleiche Obergrenze (60 kg Gesamt-N) gilt für Mineraldünger und auch für stabilisierte Dünger! An eine Mineraldüngung sollten Sie aber schon aus betriebswirtschaftlichen Gründen gar nicht erst denken: Sie produzieren Stickstoffverluste und stressen gegebenenfalls Ihre Pflanzenbestände, die mit der Frostsituation genug zu tun haben (siehe die Fotos von Winterweizen und Raps in Kältestress).

Abschwemmungsrisiken richtig einschätzen
In jedem Fall müssen Sie aber beachten: Sie sind verantwortlich, wenn durch Abschwemmung von Düngern Belastungen oder Schäden entstehen. Das heißt, auch wenn die beschriebene Aufnahmefähigkeit des Bodens gegeben ist, müssen Sie sicher stellen, dass von Ihren Flächen keine Belastungen ausgehen können. Setzen Sie die Dünger dem entsprechend verantwortungs-bewusst ein.

Raps mit Kältestress

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Raps mit Kältestress




06.02.2018: Düngebedarfsermittlung nach Düngeverordnung

Was bei der Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphor nach der neuen Düngeverordnung (DüV) zu beachten ist, können Sie hier nachlesen:

Stickstoff-Düngebedarfsermittlung nach DüV (pdf 765 KB)

Phosphor-Düngebedarfsermittlung nach DüV (pdf 105 KB)




06.02.2018: Ausbringung organischer Dünger im Frühjahr

In folgender Übersicht sind die Regelungen der neuen Düngeverordnung bei der Ausbringung organischer Dünger im Frühjahr zusammengefasst:
Ausbringung organischer Dünger im Frühjahr (pdf 215 KB)

Schneebedeckte Bodenoberfläche - Düngung verboten

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Schneebedeckte Bodenoberfläche - Düngung verboten




15.09.2017: Sensortechnik im Rapsanbau

Durch den Einsatz eines Sensors kann die Stickstoffaufnahme von Rapsbe-
ständen ermittelt werden. Da die Stickstoffaufnahme des Rapses vor dem Winter die Höhe der Frühjahrsdüngung bestimmt, wird auf Basis der Ergeb-
nisse des Scans die Düngung optimiert.

Details und Hintergründe zum Scannen von Rapsbeständen können Sie in folgendem Rundbrief nachlesen:
Rundbrief zur Sensortechnik im Rapsanbau (pdf 180 KB)

Scankarte eines ungleichmäßigen Rapsbestandes

Scankarte eines ungleichmäßigen Rapsbestandes




07.07.2017: Zwischenfruchtanbau

Die Wahl der Zwischenfrüchte hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bindung des Reststickstoffgehaltes und damit auf die Verringerung der Auswaschung von Stickstoff in das Grundwasser.
Zwischenfrüchte werden nach ihrer Fähigkeit zur Kältetoleranz eingeordnet. Es wird grundsätzlich zwischen abfrierenden und winterharten Zwischenfrüchten unterschieden.

Winterharte Zwischenfrüchte:

  • Überstehen auch tiefere Temperaturen ohne abzusterben und stellen über Winter ihr Wachstum nicht vollständig ein.
  • Binden den Stickstoff in der Biomasse fast vollständig bis in das Frühjahr, so dass eine Auswaschung in das Grundwasser verhindert werden kann.

Abfrierende Zwischenfrüchte:

  • Stellen bei kälteren Temperaturen ihr Wachstum ein und sterben bei Minusgraden ab.
  • Im Vergleich zu den winterharten Zwischenfrüchten ist hier die Fähigkeit der fast vollständigen Stickstofffixierung reduziert.
  • Können vor Sommerungen oder auch vor Winterweizen angebaut werden.


Foto Phaceliabestand

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Phaceliabestand

Zwischenfruchtbestellung

Um einen Zwischenfruchtbestand optimal etablieren zu können, sollten die folgenden Eckpunkte berücksichtigt werden:

  • Generell gilt: möglichst frühe Ansaat, um die positiven Eigenschaften der Zwischenfrüchte zu fördern,
  • Nach Wintergerste pflügen oder
  • Ausfallgerste mindestens einmal, besser zweimal auflaufen lassen,
  • Nach Winterweizen, -roggen und Triticale die Zwischenfrucht-Aussaat sofort nach dem Mähdrusch, damit das Ausfallgetreide keinen Vorsprung hat,
  • Sofort ansäen, auch wenn es trocken ist - nicht auf Regen warten (Aussaat von Raps wird bei Trockenheit auch nicht verschoben!),
  • Aussaatmengen nicht reduzieren – bei kommerziell angebotenen Gemengen besser leicht erhöhen, um einen dichten Bestand mit guter Unkrautunterdrückung zu etablieren,
  • Auf gleichmäßige Strohverteilung des Mähdreschers achten. Fehler, die hier passieren kann die Zwischenfrucht nicht ausgleichen,
  • Senf und Ölrettich können mit einem Schleuderstreuer ausgebracht werden, Gemenge und Phacelia sollten gedrillt werden.
  • Optimale Aussaatzeiten einhalten – bei zu spätem Saattermin besser auf spätsaatverträgliche Zwischenfrucht ausweichen.

Je mehr Wert auf die Aussaat gelegt wird, umso besser kann sich der Bestand entwickeln. Außerdem frieren kräftig entwickelte Pflanzen über Winter sicherer ab, wie schwach entwickelte Bestände.

Hinweise zu Saatstärken, Aussaatterminen und Bestelltechnik

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Hinweise zu Saatstärken, Aussaatterminen und Bestelltechnik

Zwischenfrucht vor Winterweizen

Hohe Rest-N-Gehalte auf Flächen mit im Herbst ausgesätem Winterweizen stellen sehr häufig ein großes Problem im Grundwasserschutz dar.
Zum einen kann bei Winterweizen eine späte Qualitätsdüngung, die von den Pflanzen selbst bei günstigsten Witterungs- und Bodenverhältnissen nicht mehr gut verwertet werden kann, zu hohen Rest-N-Gehalte im nachfolgenden Stoppelweizen führen. Zum anderen führen die Vorfrüchte Raps oder Leguminosen, die oft viel Stickstoff im Boden hinterlassen, zu deutlich erhöhten Stickstoffgehalten, die der nachfolgende Weizen im Herbst nicht mehr verwerten kann.
Wie kann der Rest-N-Gehalt gering gehalten werden?
Bei Weizen mit Raps- oder Leguminosenvorfrucht den Boden nach der Ernte nur sehr flach bearbeiten, um eine gute Entwicklung und damit eine hohe N-Aufnahme des Ausfallraps/-leguminosen zu ermöglichen. Die nächste Bodenbearbeitung sollte erst kurz vor der Winterweizenaussaat erfolgen.
Bei Stoppelweizen sollte dagegen der Stickstoff aus dem Boden vor dem Winterweizen noch durch eine Zwischenfrucht abgeschöpft werden. Sobald 5 bis 6 Wochen Zeit zwischen der Ernte und der Bodenbearbeitung zur Aussaat zur Verfügung stehen, sollte diese Chance genutzt werden.
Das Bild zeigt einen Versuch mit dem Anbau von Ramtill als Zwischenfrucht vor Stoppelweizen (links) im Vergleich zur betriebsüblichen Bodenbearbeitung (rechts). So kann der überschüssige Stickstoff vor dem Weizen aus dem Boden entzogen und dem Weizen entsprechend der Witterungs- und Wachstumsentwicklung dosiert im Frühjahr wieder zur Verfügung gestellt werden - immerhin über 30 kg N/ha in diesem Beispiel!
Neben Ramtill eignet sich auch Buchweizen sehr gut als Zwischenfrucht vor Weizen, verursacht aber höhere Saatgutkosten.

Foto links Ramtill als Zwischenfrucht vor Stoppelweizen; Foto rechts betriebsübliche Bodenbearbeitung nach Winterweizen

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links: Ramtill als Zwischenfrucht vor Stoppelweizen
 rechts: betriebsübliche Bodenbearbeitung nach Winterweizen


Vorerntesaat von Zwischenfrüchten

Die Vorerntesaat von Zwischenfrüchten ist eine interessante Möglichkeit, das begrenzte Zeitfenster nach der Ernte im Herbst zu erweitern und dadurch erfolgreiche Zwischenfruchtbestände etablieren zu können.
Details zur Vorgehensweise bei der Aussaat sowie Ergebnisse der Demonstrationsversuche 2013 finden Sie in folgendem Rundbrief
Vorerntesaat von Zwischenfrüchten 2014 (pdf 1,3 MB).

Vorerntesaat

Vorerntesaat der Zwischenfrucht mit Scheckenkornstreuer in Weizenbestand

Sortenwahl bei Senf

Früh blühende Senfsorten, die vor dem 15. August ausgesät werden (Lang-
tag), bilden kaum Grünmasse aus, sondern gehen sehr schnell in das Längen-
wachstum und die Blüte über (generatives Wachstum). Dementsprechend wenig Stickstoff wird unter solchen Beständen aufgenommen.
Bei früher Senfaussaat vor dem 15. August sollten daher nur spät blühende Sorten ausgewählt werden, um eine hohe N-Bindung erreichen zu können (vegetatives Wachstum).
Hier finden Sie eine Auswahl spät blühender Sorten:

Tabelle Auswahl spät blühender Senf-Sorten

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Auswahl spät blühender Senf-Sorten

Foto nicht blühfester Senf, der durch die zu frühe Aussaat bereits Schoten entwickeln konnte

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Nicht blühfester Senf, der durch die zu frühe Aussaat bereits Schoten entwickeln konnte




07.07.2017: Strohmanagement und Bodenbearbeitung nach der Ernte

Verbleibt das Stroh auf der Fläche, sind die Querverteilung und die Häcksellänge des Strohs extrem wichtig. Denn ist das Strohmanagement ungenügend, muss der Boden intensiver bearbeitet werden. Um optimale Wachstumsbedingungen für die Folgekultur zu schaffen, ist ein gutes Stroh-Boden-Verhältnis notwendig.
Eine Faustregel besagt: pro t Stroh 1,5 bis 2,0 cm Arbeitstiefe.

Je besser die vertikale Verteilung und je kleiner das Stroh gehäckselt wird, desto flacher kann gearbeitet werden.
Kontrollieren Sie regelmäßig die Schärfe der Messer und die Querteilung des Häckslers am Mähdrescher. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch das Grundwasser. Bodenbearbeitung bedeutet Sauerstoffzufuhr. Sauerstoff in Kombination mit warmen Temperaturen und ausreichender Bodenfeuchtigkeit regt die Mineralisation an. Um die Rest-N-Gehalte zu Vegetationsende zu minimieren, sind Bodenbearbeitungsgänge zu reduzieren sowie möglichst geringe Bearbeitungstiefen anzustreben.






10.07.2017: Nacherntemanagement Körnerraps

Körnerraps fördert durch seine lange Vegetationszeit und sein gut ausge-
bildetes Wurzelsystem die Strukturbildung und die biologische Aktivität im Boden.
Es verbleiben große Mengen organischer Substanz auf der Fläche. Dieser hohe Vorfruchtwert spiegelt sich oft auch in hohen Rest-N-Gehalten wider, die es aus Sicht des Grundwasserschutzes zu konservieren gilt.
Entweder wird nur die Rapsstoppel gemulcht und keine weitere Bearbeitung direkt nach der Ernte vorgenommen oder es erfolgt eine flache Bodenbearbeitung möglichst bald nach der Ernte.
Tiefer als 1-2 cm sollte nicht gearbeitet werden, um den Lichtkeimer Raps nicht zu vergraben. Je weniger Boden bewegt wird, umso weniger Stickstoff wird mineralisiert.
Für die flache Stoppelbearbeitung bieten sich Scheibeneggen oder Striegel an. Anschließend sollte der Raps bis kurz vor der Aussaat der Folgekultur wachsen, um Stickstoff aufnehmen zu können.
Bei Problemen mit Ausfallraps oder sogar der Fruchtfolgekrankheit Kohlhernie fordern Sie bitte eine spezielle Beratung zum Nacherntemanagement bei uns an!

Foto Bestand an Ausfallraps (Stoppel sollten gemulcht werden)

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Bestand an Ausfallraps (Stoppel sollten gemulcht werden)

Wie in der folgenden Grafik gut zu erkennen ist, steigt der Stickstoffgehalt im Boden, je häufiger eine Bodenbearbeitung erfolgt ist.
Die Differenz des Nmin-Gehalts zwischen 1. und 2. Beprobung ohne Bearbei-
tung ist durch die N-Aufnahme von Ausfallraps zurückzuführen.
Als Grundwasserschutzmaßnahme sollte deshalb eine Reduzierung der Bo-
denbearbeitungsgänge
, sowie eine verringerte Bearbeitungstiefe ange-
strebt werden, um so die Rest-N-Gehalte zu Vegetationsende im Boden zu minimieren.

Grafik Versuch Bodenbearbeitung

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Ergebnisse Bodenbearbeitungsversuch nach Körnerraps zu Winterweizen




10.07.2017: Nacherntemanagement Leguminosen

Durch den Anbau von Leguminosen können die Vorgaben des Greenings (ÖVF) erfüllt werden. Um die Vorteile, die sich durch den Leguminosenanbau erge-
ben (Stickstoffanreicherung, Bodengare, Fruchtfolgeaufweitung) ohne Risiko für das Grundwasser nutzen zu können, ist insbesondere ein richtiges Nach-
erntemanagement wichtig
.
Daher sind stickstoffkonservierende Maßnahmen unerlässlich, um Auswa-
schungsverluste nach der Ernte zu mindern. Hierzu stehen verschiedene Mög-
lichkeiten zur Verfügung.
Grundlegende Maßnahmen sind:

  • „stickstoffzehrende“ Nachfrüchte wie Raps oder Wintergerste anbauen (Winterweizen als Nachfrucht möglichst meiden)
  • Reduktion der Bodenbearbeitung (Tiefe und Intensität) auf das notwendige Minimum
  • keine Wirtschaftsdünger nach der Ernte der Leguminosen und im Laufe des Herbstes!
  • schnellwachsende Zwischenfrüchte auch vor Winterfrüchten nach rechtzeitiger Leguminosenernte einsäen (z.B. Ramtill, Buchweizen) oder
  • vor Winterfrüchten Ausfallleguminosen als Zwischenbegrünung auflaufen lassen
  • Zwischenfruchtsaat mit Stoppelbearbeitung kombinieren (vor Sommerfrüchten)
  • zur Aussaat der Ackerbohnen: Einsaat von (Gras-) Untersaaten
  • Stickstoffstartdüngungen sind für die Nachfrüchte im Herbst nicht nötig!
  • Futterleguminosen erst im Frühjahr ggf. nach Nutzung umbrechen und eine Sommerfrucht nachbauen

Foto Leguminosenbestand

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Leguminosenbestand




10.07.2017: Kalkung und Grundnährstoffdüngung

Ackerböden verbrauchen durch Pflanzenentzug, Auswaschung und Neutrali-
sationsvorgänge jährlich zwischen 400 und 600 kg/ha CaO.
Diese Kalkmengen müssen über die so genannte Erhaltungskalkung im Tur-
nus von 3 Jahren wieder ausgeglichen werden.
Stagnierende Erträge, starke Bodenverschlämmung nach Niederschlägen und Bodenstrukturschäden sind oftmals die Folge von Kalkmangel. Wegen des schlechten Wachstums werden häufig (unbewusst) höhere Düngergaben (v.a. Stickstoff!!) gegeben, um das Pflanzenwachstum anzukurbeln.
Anhand der Bodenuntersuchungsergebnisse (auf bewirtschafteten Acker-
flächen > 1 ha alle 6 Jahre) ist zu beurteilen, wann die nächste Kalkung fällig ist.
Auch in Hinblick auf den Grundwasserschutz ist die regelmäßige Kalkung und damit die Gesunderhaltung der Böden unabdingbar.
Hinsichtlich der Kalkausbringung sollten folgende Eckpunkte beachtet werden, da mit einer Erhöhung des pH-Wertes die N-Mineralisation gefördert wird:

  • Ausbringung möglichst nur zu Früchten mit hoher N-Aufnahme im Herbst (Raps, Zwischenfrucht)
  • keine Ausbringung nach Früchten, die viel leicht mineralisierbaren Stickstoff mit den Ernteresten hinterlassen (Raps, Erbsen)
  • keine Ausbringung von organischen Düngern im Herbst, wenn gekalkt wird (siehe Kalkung und organische Düngung)

Foto Verschlämmung der Bodenoberfläche infolge eines Kalkmangels

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Verschlämmung der Bodenoberfläche infolge eines Kalkmangels




10.07.2017: Kalkung und organische Düngung

Das direkte Zusammentreffen von Kalk und organischen Düngern führt auf-
grund der pH-Wert Erhöhung zu einer schnellen Umwandlung von Ammoni-
um zu Ammoniak
.
Das Ammoniak gast aus dem organischen Dünger aus und der sofort pflan-
zenverfügbare Stickstoff (Ammonium)
aus den Wirtschaftsdüngern geht verloren.
Kohlensaurer Kalk kann im gleichen Zeitraum wie Wirtschaftsdünger ausge-
bracht werden. Beide müssen aber getrennt eingearbeitet werden und es sollten etwa 2-3 Wochen zwischen den Ausbringungen/Einarbeitungen liegen. Branntkalk erhöht den Boden-pH-Wert sehr schnell, so dass eine Ausbringung im gleichen Zeitraum (z.B. im selben Herbst) in jedem Fall zu Verlusten führt.
Organische Dünger und Kalk dürfen nie gleichzeitig auf der Bodenoberflä-
che liegen (Ammoniak-Verluste).

Erst den organischen Dünger ausbringen und einarbeiten, mindestens 14 Ta-
ge warten und dann den Kalk streuen.

Foto Kalklagerung nach der Ernte

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Kalklagerung nach der Ernte




21.04.2017: Entwicklungsstopp der Bestände kann nicht durch Stickstoffdüngung behoben werden!

Im Moment stocken die Bestände in ihrer Entwicklung. Dies ist auf die niedrigen Temperaturen zurück zu führen, die wir derzeit haben.
Die Auswirkungen der Kälte können nicht durch die Düngung mit schnell wirkenden Stickstoffdüngern kompensiert werden - auch wenn dies in der einen oder anderen Beratungsinformation zu lesen ist.






21.04.2017: Oberbodentrockenheit und Kältephase verschärfen Schwefelmangel

Durch die in den meisten Regionen bis vor kurzem anhaltende Trockenheit ist der Oberboden ausgetrocknet. Eine Mineralisation von Schwefel war aus diesem Grund deutlich verringert. Die nun herrschenden kalten Temperaturen bringen den gleichen Effekt: die Schwefelfreisetzung aus dem organischen Bodenvorrat ist deutlich gehemmt.

Das Ergebnis: wenn nicht in der ersten Gabe bereits Schwefel gedüngt wurde, leiden die Wintergetreidebestände nun an akutem Schwefelmangel, was zum Schossbeginn, in dem sich der Winterweizen in weiten Bereichen der Beratungsgebiete befindet, deutliche Ertragseinbußen verursachen kann.

Auch Flächen, bei denen der Schwefel zwischen der 1. und 2. Gabe mit einem mineralischen Schwefeldünger ergänzt wurde, zeigen Aufhellungen, da in diesem Zeitraum Niederschläge fehlten, um den Schwefel lösen zu können. Das Wintergetreide benötigt den Schwefel vor allem zum Schossbeginn und zur Kornfüllung. Hier sollte ein Mangel unbedingt vermieden werden.

Aus diesem Grund muss die Schwefeldüngung zum Wintergetreide in jedem Fall bereits zur ersten Gabe erfolgen. Falls dies nicht geschehen ist, sollte dies umgehend nachgeholt werden. Eine schnelle Maßnahme zur Minderung - aber nicht Behebung - des größten akuten Mangels ist die Ausbringung von Bittersalz mit der Spritze: mit max. 5 kg Bittersalz in 100 l Spritzbrühe werden bei einer Ausbringung von 400 l Spritzbrühe je ha 2,6 kg S je ha ausgebracht.

Foto Schwefelmangel im Winterweizen in Bereichen mit schlechteren Böden

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Schwefelmangel im Winterweizen in Bereichen mit schlechteren Böden




30.03.2017: Grünlandpflege im Frühjahr 2017

Der beste Zeitpunkt für gezielte Grünlandpflegemaßnahmen ist der Zeitraum am Ende des Winters. Im Rundbrief werden Maßnahmen zur Entwicklung einer dichten und leistungsfähigen Grasnarbe vorgestellt, welche die Düngergaben in gute Erträge umsetzen kann.
Hierdurch wird ein Nitrataustrag ins Grundwasser vermieden.
Beratungsrundbrief Grünlandpflege im Frühjahr 2017 (pdf 240 KB)

Foto Grünland in der Rhön

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Grünland in der Rhön




28.02.2017: Schwefeldüngung 2017

Im Beratungsrundbrief werden die Hintergründe bei der Versorgung der Pflanzen mit Schwefel erläutert sowie eine Auswahl an Schwefeldüngern vorgestellt.
Anhand von Düngungsbeispielen werden Art und Höhe der Schwefeldüngung bei verschiedenen Kulturen erklärt:
Beratungsrundbrief Schwefeldüngung 2017 (pdf 185 KB)






24.02.2017: Rapsdüngung im Frühjahr 2017

Im aktuellen Praxistipp wird die Ermittlung des Düngebedarfs für schwache und/oder ungleichmäßige Rapsbestände aufgezeigt.
Zudem werden die Aspekte vorgestellt, die momentan bei der Düngung schwacher und/oder ungleichmäßiger Rapsbestände berücksichtigt werden sollten:
Beratungsrundbrief Rapsdüngung im Frühjahr 2017 (pdf 415 KB)

Foto Rapsbestand in der Wetterau im November 2016

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Rapsbestand in der Wetterau im November 2016




14.02.2017: Nicht die Geduld verlieren – frühe N-Düngung stresst die Pflanzenbestände!

Die steigenden Tages-Temperaturen und das sonnige Wetter wecken erste Frühlingsgefühle und animieren zum Bewegen der Düngerstreuer. Wer aber jetzt schon schnell verfügbaren Stickstoffdünger (Nitrat-N) streut, stresst seine Pflanzenbestände:
Sonniges, warmes Wetter am Tag und eine Stickstoffgabe regen das Wachstum an – die Minus-Temperaturen in der Nacht bewirken jedoch das Gegenteil.
Eine Düngung genau in dieser Situation verschärft den Stress für die Pflanzen und macht die bereits gestarteten Pflanzen anfälliger für evtl. später noch kommende Frostphasen.
Gönnen Sie Ihren Pflanzen noch etwas Ruhe – zumal von den hohen bis sehr hohen Reststickstoffgehalten aus dem Herbst noch fast alles im Wurzelraum verblieben ist.

Foto Weizenbestand mit Nachtfrost

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Weizenbestand mit Nachtfrost




08.02.2017: Winterraps - stehen lassen oder umbrechen?

Die Entscheidung, einen Winterrapsbestand umzubrechen, sollte nicht vor-
schnell an einer schwächeren oder ungleichmäßigen Vorwinterentwicklung getroffen werden.
Unser aktuelles Rundschreiben beleuchtet die verschiedenen Aspekte, die in der Umbruchentscheidung berücksichtigt werden:
Beratungsrundbrief Umbruchkriterien Raps, Februar 2017 (pdf 405 KB)

Foto intaktes „Rapsherz“: fester Spross auf Höhe des Vegetationskegels mit typisch grün-weißer Farbe

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Intaktes „Rapsherz“: fester Spross auf Höhe des Vegetationskegels
 mit typisch grün-weißer Farbe





08.02.2017: Grundwasserschonender Maisanbau

In unserem aktuelles Rundschreiben werden die Hintergründe und Maßnahmen für einen grundwasserschonenden Maisanbau vorgestellt:
Beratungsrundbrief grundwasserschonender Maisanbau,
Februar 2017 (pdf 360 KB)


Foto Maisanbau

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Maisanbau




29.09.2016: Den Raps jetzt nicht düngen!!

In vielen Beratungshinweisen wird mit Verweis auf die ungleichen verzögert aufgelaufenen Rapsbestände zu einer Stickstoffdüngung geraten. Wir teilen diese Einschätzung nicht.
Unsere aktuelle Beratungsempfehlung lautet eindeutig:
Eine N-Düngung der Rapsbestände zum jetzigen Zeitpunkt oder noch später ist nicht sinnvoll und sollte unbedingt unterlassen werden!

Folgende Punkte haben uns zu dieser Empfehlung geführt:

  • Ohne Niederschlag kann kein Dünger wirken und wenn Nieder-
    schläge kommen sollten, wird ausreichend Stickstoff aus den erwärmten Böden freigesetzt, der für die Herbstentwicklung des Rapses (Anfang Oktober!) ausreichend ist.
  • Mit einer Stickstoffgabe können nicht die „Symptome“ reduziert werden, die durch Wassermangel entstehen!
  • In den von uns ab Mitte September durchgeführten Nmin-Schnell-
    tests (0-30 cm) in unseren Beratungsgebieten (bisher 61 Flächen beprobt) liegt der Mittelwert des N-Gehaltes im Oberboden bei
    48 kg N/ha und allein damit ausreichend hoch für eine gute Vor-
    winterentwicklung (siehe Grafik).
    Der Raps erwächst sich im Laufe des Herbstes noch mindestens die Bodenschicht 30-60 cm und hat damit auch den hier vorhandenen Stickstoff, sowie die noch bis Vegetationsende aus dem Boden freigesetzte (mineralisierte) N-Menge (mindestens rund 20 kg N/ha) zur Verfügung.
  • Nur bei etwa 10 % der Flächen war eine Düngung im Herbst sinnvoll, da weniger als 30 kg N/ha in den ersten 30 cm vorhanden waren.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Rundschreiben: Beratungsrundbrief Raps Herbst 2016 (pdf 290 KB)

Grafik Nmin-Schnelltests zu Raps im Herbst 2016

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Auswertung Nmin-Schnelltests zu Raps im Herbst 2016




01.06.2016: Hinweise zum Zwischenfrucht- und Rapsanbau bei pflugloser Bodenbearbeitung

Obwohl die Aussaatbedingungen zur Herbstbestellung 2015 gut waren, kam es auf einigen pfluglos bewirtschafteten Flächen, auf denen zur Vorfrucht be-
stimmte Herbizide eingesetzt wurden, zu Aufhellungen bzw. Wuchsdepres-
sionen in den Zwischenfrucht- und Rapsbeständen
.

Welche Schlüsse aus dem trockenen Sommer 2015 in Bezug auf den Abbau bestimmter Herbizide gezogen werden können, erfahren Sie in dem folgenden Rundbrief:
Rundbrief zum Zwischenfrucht- und Rapsanbau bei pflugloser Bodenbearbeitung (pdf 525 KB)

Wuchsdepressionen nach einer Behandlung mit Sulfonylharnstoff im Frühjahr

Wuchsdepressionen nach einer Behandlung mit Sulfonylharnstoff im Frühjahr




13.11.2015: Zwischenfrüchte jetzt NICHT schlegeln oder walzen – stehende Bestände frieren besser ab!

Zwischenfrüchte, die als ökologische Vorrangfläche angemeldet sind, dürfen zwar gehäckselt, geschlegelt oder gewalzt werden, aber man tut sich dabei nicht unbedingt einen Gefallen.
Da die Bestände nicht vor dem 15. Februar 2016 eingearbeitet werden dürfen, sollten sowohl aus arbeitstechnischer Sicht, als auch aus der Sicht des Grund-
wasserschutzes die Zwischenfrüchte stehen gelassen werden.

Stehende Zwischenfrüchte frieren besser ab und lassen sich Ende des Winters auch besser einarbeiten, weil die stehenden Stängel besser abtrocknen!

Zwischenfruchtgemenge: stehend/abgefroren

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Zwischenfruchtgemenge: stehend/abgefroren




08.05.2015: Wasserschutzberatung – ein Erfolgsmodell

Die hohen Reststickstoffgehalte und damit die großen Grundwasserbelastun-
gen mit Nitrat gehören der Vergangenheit an. Diese Aussage gilt für Wasser-
schutzgebiete und Maßnahmenräume, in denen eine intensive grundwasser-
schutzorientierte Landwirtschaftsberatung
(Zusatzberatung) durch unab-
hängige Berater - in den meisten Fällen von Ingenieurbüros - angeboten wird.

Langjährige Auswertungen der Reststickstoffgehalte (0-90 cm Bodentiefe) aus den Jahren 2001 bis 2014 belegen eindrucksvoll die gemeinsame Leistung von Beratern, Landwirten, Wasserversorgungsunternehmen und Fachbehörden.

Im Durchschnitt der dargestellten Jahre wurden die Reststickstoffgehalte von rund 60 kg N/ha auf rund 35 kg N/ha gesenkt und damit die Gefahr der Aus-
waschung von Nitrat
aus dem Boden ins Grundwasser deutlich verringert.

Die ausgewerteten Bodenproben zu Vegetationsende von 17.800 Ackerflä-
chen in Hessen und angrenzenden Bundesländern lassen nur eine Aussage zu: Die Wasserschutzberatung ist ein Erfolgsmodell für den Grundwasser-
schutz.


Weitere Details finden Sie in folgender
Analyse Entwicklung Reststickstoffgehalte 2001-2014 (pdf 2,3 MB).

Entwicklung Reststickstoffgehalte Ackerflächen 2001-2014

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Entwicklung Reststickstoffgehalte Ackerflächen 2001-2014




19.02.2015: Greening-Verpflichtungen

Die Greening-Verpflichtungen im Rahmen der EU-Direktzahlungen beinhalten die Erhaltung von Dauergrünlandflächen (wie Wiesen und Weiden), eine ver-
stärkte Anbaudiversifizierung (größere Vielfalt bei der Auswahl der angebau-
ten Feldfrüchte) sowie die Bereitstellung sogenannter "ökologischer Vorrang-
flächen" auf Ackerland.
Landwirtschaftliche Betriebe müssen ab dem Jahr 2015 grundsätzlich fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Als ökologische Vorrangflächen gelten u.a. Stilllegungen, Flächen mit Anbau von Stickstoff bindenden Pflanzen sowie Flächen mit Zwischenfruchtanbau.

Details, Hinweise und Links zum Greening, zu Zwischenfrucht-Mischungen inkl. Berechnung der Mischungspartner sowie eine Liste der zulässigen Pflanzen-
arten haben wir für Sie zusammengestellt:

Allgemeine Hinweise zum Greening (pdf 170 KB)
Hinweise zu Greening und Zwischenfruchtmischungen (pdf 890 KB)

Externer Link zur Infoseite "Zwischenfrüchte und Untersaaten" des Landwirtschaftlichen Techologiezentrums Augustenberg (LTZ)

Externer Link zum Mischungsrechner des LTZ Augustenberg für Zwischenfrüchte als ökologische Vorrangflächen

Zwischenfruchtanbau im Gemenge

Zwischenfruchtanbau im Gemenge




30.06.2014: Eine Zusammenstellung zu den Kosten, den optimalen Aussaatmengen, den besten Saatzeitpunkten und den Vorteilen von Zwischenfrüchten finden Sie in folgender
Übersicht Zwischenfrüchte 2014 (pdf 200 KB).

Zwischenfruchtanbau

Zwischenfruchtanbau




30.06.2014: Hinweise zu Herbizidstrategien, z.B. bei der Bekämpfung des Ackerfuchsschwanzes sind in folgender
Übersicht Risiko von Herbizidresistenzen 2014 (pdf 250 KB)
für Sie zusammengestellt.

Ackerfuchsschwanz

Ackerfuchsschwanz





Wissen + Praxistipps >

       Aktuelles



13.12.2018:
Runder Tisch im Maßnahmen-raum EWF Korbach-Süd
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11.12.2018:
Informationsveranstaltung und Runder Tisch im Maßnah-mengebiet Gießener Raum
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05.12.2018:
Informationsveranstaltung und Runder Tisch im Maßnah-menraum Schlechtenwegen
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04.12.2018:
Informationsveranstaltung und Runder Tisch im Maßnah-menraum Bad Camberg
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03.12.2018:
Runder Tisch im Maßnahmen-raum Main-Kinzig-Kreis
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28.11.2018:
Neues bei Wissen + Praxistipps zum Thema Zwischenfrüchte:
  • Zwischenfrüchte NICHT jetzt schon umbrechen!
  • Zwischenfrüchte verbrauchen der Folgefrucht kein Wasser!
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27.11.2018:
Informationsveranstaltung im Maßnahmenraum Balhorn-Martinhagen
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23.11.2018:
Runder Tisch im Maßnahmen-raum Bad Wildungen-Edertal-Bad Zwesten
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23.11.2018:
Feldbegehung im Maßnah-menraum Schwalmtal
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09.11.2018:
Feldbegehung im Maßnah-menraum Reinheim
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09.11.2018:
Feldbegehung im Maßnah-menraum Balhorn-Martinhagen
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02.11.2018:
Feldbegehung im Maßnah-menraum Main-Kinzig-Kreis
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